Pfarrer Franz Kruse verstorben – Totenvesper und Exequien am 24. Januar in St. Gereon

Pfr. Franz Kruse

Am Dienstag, dem 15. Januar, wenige Tage vor seinem 86. Geburtstag, verstarb ganz plötzlich Pfarrer Franz Kruse im Peter-Hofer-Haus. Bis zuletzt hat der katholische Geistliche, der 2003 als Ruhestandspriester nach Monheim am Rhein kam, in der Pfarrei St. Gereon und Dionysius und im letzten Jahr im Peter-Hofer-Haus als Seelsorger gewirkt. Alle, die Pfarrer Kruse kannten, haben ihn als leidenschaftlichen und unkonventionellen Priester schätzen gelernt. Er feierte in Monheim regelmäßig Heilige Messen in allen Kirchen, übernahm Goldhochzeiten und Taufen und war bis zum Schluss geistig rege und am aktuellen Geschehen interessiert. Die Pfarrgemeinde nimmt am Donnerstag, dem 24. Januar, um 18 Uhr, mit einer Totenvesper und Exequien in St. Gereon Abschied. Die Beerdigung von Pfr. Kruse findet am Samstag, dem 26. Januar, in seiner Heimatgemeinde Köln-Thenhoven statt. Die feierlichen Exequien beginnen dort um 11:00 Uhr in St. Johann-Baptist. Danach wird sein Leichnam mit einer Prozession zum Friedhof überführt.

Pfarrer Franz Kruse wurde am 27. Januar 1927 in Köln-Mülheim geboren. Am 2. Juli 1953 empfing er die Priesterweihe. Mit ihm wurde u.a. der spätere Kölner Weihbischof und Essener Bischof Hubert Luthe geweiht. Danach war Kruse vier Jahre als Kaplan in St. Suitbertus in Düsseldorf, dann fünf Jahre in Köln-Worringen und weitere fünf Jahre in St. Gereon in Köln-Mitte tätig. Am 1. März 1967 wurde er zum Pfarrer in der Gemeinde Köln-Thenhoven ernannt. Hier wirkte er 36 Jahre bis er Anfang 2003 mit seiner Haushälterin Anneliese Vois als Ruhestandspriester nach Monheim am Rhein kam. Seine unkonventionellen Predigten, sein phänomenales Zahlengedächtnis und seine unkomplizierte Art auf Menschen zuzugehen, ließen ihn auch hier schnell bekannt werden. Bis ins hohe Alter fuhr Pfarrer Kruse noch mit dem Fahrrad und das nicht nur innerhalb Monheims.

Sein Kontakt zur Heimatpfarre in Thenhoven riss nie ab. Er und seine Haushälterin bekamen noch bis zuletzt immer wieder Besuch von früheren Pfarrangehörigen. Dank seiner Präsidesfunktion bei der Thenhovener St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft hatte er auch guten Kontakt zu den Monheimer Schützen. Von ihnen wurde er immer wieder eingeladen und es war Ehrensache, dass er beim Schützenumzug im Festwagen mit dabei war. Ein besonderer Höhepunkt war noch im letzten Jahr die Verleihung der Maternus-Plakette an seine Haushälterin Anneliese Vois durch Kardinal Joachim Meisner persönlich. Er würdigte damit ihr 45-jähriges Wirken als „gute Fee“ in seinem Haushalt. Gern hätte Pfarrer Kruse in diesem Jahr noch sein diamantenes Priesterjubiläum gefeiert. Dies war ihm aber leider nicht mehr vergönnt. Die Gemeinde St. Gereon und Dionysius wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Autor:

Bernd-M. Wehner aus Monheim am Rhein

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