Stoffe spenden, Taschen nähen
"Boomerang Bags" für den Einkauf

 Vier der ersten Monheimer "Boomerang Bag"-Näherinnen im Mo.Ki-Zentrum an der Heinestraße: Lisa Schmidt, Inge Nowak Hadra Kersü und Hayriye Ilme.
Foto: Thomas Spekowius
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Die "Boomerang Bags" sind eine in Australien entstandene Idee, die sich mittlerweile in der ganzen Welt ausbreitet. Aus alten Stoffresten werden Taschen genäht, die an Einzelhändler verteilt werden. Diese können die Taschen anschließend kostenlos an ihre Kundschaft weitergeben. Jetzt gibt es sie auch in Monheim. Alle Taschen sind mit einem eingenähten Boomerang Bag-Logo versehen und damit gut erkennbar.

Seit einigen Tagen schon rattern in den beiden Mo.Ki-Cafés an der Heinestraße und der Holzweg-Passage die Nähmaschinen. Und so soll es weitergehen. Gemeinsam mit den Mo.Ki-Beschäftigten können interessierte Eltern in den Cafés nun Taschen nähen - aus selbst mitgebrachten Stoffen oder auch aus Stoffspenden.

Mo.Ki-Koordinatorin Inge Nowak: "Wir helfen mit unseren näherfahrenen Teammitgliedern, kümmern uns um die Logos, Material und Zubehör. Unterstützen können uns sowohl Privatpersonen als auch ortsansässige Firmen und Institutionen, die sich gerne mit ihren Nähkünsten einbringen möchten. Auch dorthin geben wir Stoff-Logos zum Einnähen natürlich gerne ab." Denn benötigt werden viele Taschen, damit das System auch tatsächlich funktioniert. Nowak lachend: "Der Name verrät ja, dass die Taschen nach dem Gebrauch eigentlich wieder zurückgebracht werden sollen. Das wird hoffentlich auch funktionieren. Aber viele Taschen sind eben einfach so schön, dass sie vielleicht doch erstmal länger von nur einer Person weitergenutzt werden. Das ist dann zwar natürlich auch in Ordnung. Aber so brauchen wir voraussichtlich halt ständig Nachschub, damit immer genügend Taschen im Umlauf sind und in den Geschäften vorliegen, die sich gerne an dieser schönen Idee beteiligen möchten. Anmelden dafür kann man sich direkt bei mir."

Weniger Plastiktüten

Mit den "Boomerang Bags" soll vor allem das Ausgeben von Plastiktüten aber natürlich auch der Kauf von immer mehr Stoff- oder Papiertaschen verhindert werden, die ja ebenfalls alle erstmal produziert werden müssen, um sich dann eben doch häufig in zu vielen Monheimer Schubladen und Schränken zu stapeln. Und gerade wenn man sie braucht, hat man sie dann leider doch gerade wieder zuhause vergessen. Das Boomerang-Prinzip ist ganz einfach: Die Kunden nutzen die Taschen für ihren Einkauf und bringen sie bei einem der nächsten Shopping-Gänge dann einzeln oder gesammelt wieder mit, so dass sie anschließend weitergenutzt werden können.

Unterstützung gesucht

Inge Nowak: "Wer nicht nähen kann, kann uns auch gerne einfach nur mit Materialspenden unterstützen. Als Nähmaterial werden ausrangierte Baumwollstoffe in Form von Bettwäsche, Laken, Tischdecken oder Kleiderresten verarbeitet, die in den beiden Mo.Ki-Cafés abgegeben werden können. So werden Stoffe, die sonst vielleicht einfach weggeworfen worden wären, recycelt. Unsere Hoffnung ist daher, dass viele Taschen zusammenkommen, viele Einzelhändlerinnen und Einzelhändler mitmachen und so gemeinsam die Umwelt geschont wird."

Für Fragen steht Inge Nowak mittwochs bis freitags unter Telefon (02173) 951-5195 oder per E-Mail an inowak@monheim.de. Weitere Mitstreiterinnen sind Lisa Schmidt (lschmidt@monheim.de) und Sandra Pantuschky (spantuschky@monheim.de).

Die Peter-Ustinov- die Hermann-Gmeiner-Schule und das Haus der Jugend haben ihre Teilnahme am Projekt bereits signalisiert. Über 15 Ehrenamtliche haben in den vergangenen Tagen schon über 150 Taschen genäht und an elf Einzelhändler verteilt.

 Vier der ersten Monheimer "Boomerang Bag"-Näherinnen im Mo.Ki-Zentrum an der Heinestraße: Lisa Schmidt, Inge Nowak Hadra Kersü und Hayriye Ilme.
Foto: Thomas Spekowius
Die Einnäher mit dem "Boomerang Bag"-Logo gibt's in den Cafés auch für Privatpersonen, Firmen und Institutionen, die sich beteiligen möchten.
Fotos: Thomas Spekowius
Autor:

Bea Poliwoda aus Monheim am Rhein

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