Wisent-Kühe mussten eingeschläfert werden
Neandertal trauert um Nugana und Nutella

Ein Archivbild aus besseren Zeiten: Nugana und Nutella vor fünf Jahren.
Foto: Walter/Kreisverwaltung Mettmann.
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    Foto: Walter/Kreisverwaltung Mettmann.
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Das eiszeitliche Wildgehege Neandertal in Mettmann trauert um seine Wisent-Kühe Nugana und Nutella. Die beiden Tiere mussten leider eingeschläfert werden. Das teilten jetzt die untere Naturschutzbehörde des Kreises als Träger des Wildgeheges und der Naturschutzverein Neandertal mit.

Das eiszeitliche Wildgehege hat eine lange Tradition der Wisent-Haltung. Ende der 1990er Jahre wurde die Wisent-Zucht aufgegeben und nur noch eine kleine Schauherde mit zunächst drei Kühen und einem kastrierten Stier gehalten. Nach und nach sind die Tiere aus Altersgründen gestorben. Seit sieben Jahren lebten nur noch die beiden im Neandertal geborenen Kühe Nugana und Nutella in ihrem Gehege.

"Sie hatten beide ein schönes Leben auf den saftigen Wiesen im Neandertal und haben in jungen Jahren auch zur Wisentzucht beigetragen. Nun aber konnte man den beiden 22 und 23 Jahre alten Damen im letzten Jahr deutliche Alterserscheinungen anmerken. Besonders Nugana konnte sich zunehmend schlechter bewegen, hatte eine Eintrübung des Augenlichts und nahm auch deutlich ab", erklärt Daniela Hitzemann von der Öffentlichkeitsarbeit im Kreis Mettmann.  Das Hegepersonal hat in regelmäßiger Absprache mit den betreuenden Tierärzten versucht, über Zufütterung den Allgemeinzustand der Tiere zu verbessern, konnte das Ende aber letztlich nur aufschieben. Da es keinem der beiden Tiere zugemutet werden konnte, alleine zu bleiben oder sich in hohen Alter noch an eine fremde Herde zu gewöhnen, mussten beide Wisente in Abstimmung mit und unter Aufsicht von Tierärzten eingeschläfert werden.

Arterhaltung

Gleichwohl möchte der Kreis Mettmann zur Arterhaltung des vom Aussterben bedrohten Wisents beitragen und daher die Zucht wieder aufnehmen.Hierfür entsteht zurzeit auf den hoch gelegenen Flächen des Wildgeheges in Erkrath-Hochdahl mit dem "Neandertalhof" eine Wisent-Zuchtanlage. Voraussichtlich im kommenden Frühjahr sollen die ersten Jung-Kühe ins Gehege einziehen.

Autor:

Bea Poliwoda aus Monheim am Rhein

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