KKV FORDERT: STEUER RUNTER VON DER ARBEIT

Katholischer Sozialverband unterstützt Appell der EU-Kommission / "Mut zur großen Steuerreform"

ESSEN/BRÜSSEL.

"Der 8. Juni 2014 war ein Wendepunkt. Seit diesem Tag erst arbeiten die Deutschen rein rechnerisch für ihren Geldbeutel - und nicht mehr für den Staat. Großanleger dagegen feiern schon ab März die abbezahlte Steuer. Ungerecht! ", sagt Bernd-M. Wehner, Monheimer Bundesvorsitzender des KKV - Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung und unterstützt nachdrücklich einen Appell der EU-Kommission, die Steuer auf Arbeit in den EU-Mitgliedsstaaten zu senken, dafür aber die Steuer auf Kapital zu erhöhen. "Deutschlands Arbeitnehmer sind die Melkkuh der Nation - das belastet auch die Arbeitgeber. Arbeit muss sich lohnen - und das Gehalt in den Geldbeuteln der Bürger, allen voran unserer Familien und junger Arbeitnehmer, landen. Auch deshalb ist die Kritik der EU-Kommission richtig!", ergänzt Tobias Gotthardt, stv. KKV-Bundesvorsitzender und Sprecher der KKV-Junioren.

Zwar zeige der sogenannte Steuertrendbericht der EU-Kommission: "Die Belastung mit Steuern und Abgaben ist in Deutschland im europäischen Vergleich moderat - zehn Mitgliedsstaaten liegen noch darüber." Dennoch würden in der Bundesrepublik Arbeitnehmer besonders stark zur Kasse gebeten - die Anleger stattdessen vergleichsweise sanft angefasst: "Da stimmt etwas nicht: Menschen, die arbeiten, um den Lebensunterhalt der Familie oder die Ausbildungskosten ihrer Kinder zu finanzieren, wird bis zum 8. Juni jeder Cent aus dem Geldbeutel genommen - Großverdiener aber, die genügend haben, um ihr Geld zur Bank zu tragen, genießen deutlich früher jeden Cent für sich. Das ist ungerecht!"

Als einer der vier großen katholischen Sozialverbände Deutschlands unterstützt der KKV deshalb den Appell der EU-Kommission: "Steuer runter von der Arbeit!" und fordert eine umfassende, mutige Steuerreform für Deutschland. Viele osteuropäische Staaten, so Gotthardt, "zeigen uns, wie es gehen kann: Sie garantieren eine bezahlbare Pauschalsteuer (flat-tax) für Arbeitnehmer und bitten den Finanzmarkt deutlich mehr zur Kasse". Auch deshalb, so Wehner, "plädiert der KKV für eine umfassende Steuerreform innerhalb dieser Legislaturperiode: Deutschlands Steuersystem ist eines der kompliziertesten weltweit. Das nervt - und ist zudem ungerecht. Da hilft nur ein politischer Befreiungsschlag. Und genau den sollte Berlin wagen!"

Der KKV unterstützt dabei das von Prof. Paul Kirchhoff entwickelte Steuermodell - mit flat-tax-Tarifen, radikal reduzierten Steuererklärungen und deutlichen Freibeträgen für Kinder und zuhause betreute, pflegebedürftige Familienangehörige.

Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 90 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de, oder unter 0201 87923-0.

Autor:

Bernd-M. Wehner aus Monheim am Rhein

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