Köln / Zollstock: Freie Wähler begrüßen Platz für Obdachlose, sehen aber Probleme durch Drogensüchtige.

Köln Torsten Ilg begrüßt Winterhilfe für Flüchtlinge. Drogenproblem darf sich jedoch nicht verlagern.
  • Köln Torsten Ilg begrüßt Winterhilfe für Flüchtlinge. Drogenproblem darf sich jedoch nicht verlagern.
  • hochgeladen von Torsten-Rüdiger Ilg

„Die Verwaltung hat endlich reagiert und in der Nähe des Vorgebirgsparks eine Notschlafstelle für Obdachlose eingerichtet. Wir Freien Wähler haben bereits im Juli 2016 die Verwaltung in einer schriftlichen Anfrage auf die Probleme und den Müll durch illegales Campieren von Obdachlosen in diesem Bereich hingewiesen."

So die Reaktion von Bezirksvertreter Torsten Ilg auf die Ankündigung der Stadt, im Rahmen der Winterhilfe zusätzliche Schlafplätze für Obdachlose in der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft an der Vorgebirgsstraße/Höhe Bonner Wall einzurichten. Ilg wundert sich allerdings über die Antwort der Verwaltung auf seine frühere Anfrage:

"Im Jahre 2016 hatte die Verwaltung noch behauptet, dass die Existenz illegaler Lager von Obdachlosen im Vorgebirgspark, lediglich Einzelfälle gewesen seien. Die Entscheidung für diese Einrichtung in unmittelbarer Nähe zu den nachgewiesenen Schlafstellen im Park, dürfte aber kein Zufall sein. Dennoch sieht die Stadt das offenbar anders. Wie die Verwaltung dieser Tage mitgeteilt hat, reagiere man ausschließlich auf Druck von Anwohnern des Neumarkts, weil dort offenbar die Probleme mit drogenabhängigen Obdachlosen eskaliert ist. Die Probleme im Kölner Süden scheinen offenbar sekundär zu sein. Eine Verlagerung des Drogenproblems nach Zollstock muss aber unbedingt verhindert werden. Es wäre mir lieber gewesen, die Stadt hätte die Plätze zu allererst für unsere Obdachlosen hier im Kölner Süden eingerichtet, statt neue Problemfälle anzuziehen. Ich werde das hinterfragen. Grundsätzlich ist es zwar positiv, dass unsere Obdachlosen jetzt nicht mehr im Vorgebirgspark hausen müssen. Es ist allerdings nicht damit getan, den Menschen einfach nur Zettel an ihre Zelte zu hängen mit Hinweisen, wo sie Hilfe bekommen können. Sozialarbeiter und die Polizei haben die Umsiedelung der Menschen in diese Einrichtung auch sicherzustellen. Die Beseitigung von Obdachlosigkeit ist eine öffentliche Aufgabe."

Außerdem vermisst Torsten Ilg eine personelle Aufstockung der zuständigen Polizei, um die bessere Kontrolle des Parks zu gewährleisten. Auch dies will er in der Bezirksvertretung ansprechen. So Ilg in einer aktuellen Pressemitteilung.

Autor:

Torsten-Rüdiger Ilg aus Monheim am Rhein

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