Eine Woche lang kostenlos mit dem Bus fahren
Monheimer Aktion war ein Erfolg

Auch die Ringlinie NE12, die unter anderem am Mona Mare hält, wurde sehr gut genutzt.
Foto: Norbert Jakobs
  • Auch die Ringlinie NE12, die unter anderem am Mona Mare hält, wurde sehr gut genutzt.
    Foto: Norbert Jakobs
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Eine Woche kostenlos mit dem Bus fahren Eine Woche kostenlos mit dem Bus fahren - das Pilotprojekt in Kooperation mit WDR 2 fand vom 5. bis 11. November in Monheim statt. Für Detlef Hövermann, Geschäftsführer der Bahnen der Stadt Monheim (BSM), ist in einem ersten Fazit klar: "Es war ein Erfolg."

In fünf Linien konnte man einsteigen und erhielt einen Freifahrschein. "Das Projekt ist sehr positiv gelaufen. Die erreichte Fahrgaststeigerung im Berufs- und Freizeitverkehr lag bei 85 beziehungsweise 78 Prozent", erläutert Hövermann. Den höchsten Wert hätten die Linien SB 79 (92 Prozent) und NE12 erreicht. "Das Ziel, auf die weiteren Optimierungen im Liniennetz aufmerksam zu machen, wurde eindeutig erreicht. Wie nachhaltig der Effekt wirkt, werden die kommenden Monate zeigen", so der BSM-Geschäftsführer.
Bürgermeister Daniel Zimmermann verweist auf eine Statistik, wonach jeweils zehn Prozent der Monheimerinnen und Monheimer den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beziehungsweise das Fahrrad benutzen, 55 Prozent jedoch das Auto. "Sowohl der ÖPNV als auch der Radverkehr sind noch stark ausbaufähig. Mit der Aktion haben wir auf jeden Fall auf die Verbesserungen unseres Liniennetzes aufmerksam gemacht. Weitere Optimierungen werden folgen."
Die beiden Schnellbuslinien SB78 und SB79, in denen das kostenlose Fahren werktags angeboten wurde, haben in der Regel rund 6000 Fahrgäste pro Woche, davon per Barschein etwa 227. Im Projektzeitraum waren es 193 mehr.
Die Freizeitverkehre NE12, NE13 und NE14 haben an einem Wochenende rund 12.000 Fahrgäste, davon etwa 456 mit Barschein. Im Aktionszeitraum stieg auch dort der Anteil erheblich auf besagte fast 80 Prozent mehr.
Doch wie haben es eigentlich die Busfahrer erlebt? Schließlich haben sie ja den direkten Fahrgastkontakt. "Also bei mir waren die Reaktionen fast ausschließlich positiv", berichtet Thomas Hilger. Sein Kollege Jost Linden hat noch ein Anekdötchen zu erzählen: "Eine ältere Dame stieg in den Bus ein. Sie hielt mir einen Geldschein hin und sagte, dass sie bestimmt 20 Jahre nicht mehr Bus gefahren sei und nicht wisse, was das überhaupt jetzt koste. Da habe ich mit einem Lachen zu ihr gesagt: In dieser Woche nichts! Das hat sie sehr, sehr nett gefunden. Andere Fahrgäste mussten schmunzeln. Natürlich habe ich ihr noch von der Aktion erzählt."

Autor:

Bea Poliwoda aus Monheim am Rhein

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