Die Kniprode-Schule soll wieder ein festes Veranstaltungsdach bekommen

Schulfeste oder auch so selbstverständliche Dinge wie Einschulungsfeiern kann die Baumberger Winrich-Von-Knirode-Schule derzeit nur unter freiem Himmel machen oder muss ins kleine Pfarrheim oder weit entfernte Bürgerhaus ausweichen. Foto: Thomas Spekowius
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Im Juli, beim Schulfest hatten sie noch Glück, und konnten wie geplant im Freien feiern. Doch spätestens bei der diesjährigen Einschulungsfeier im engen Pfarrheim nebenan wurde allen Gästen klar: Die kleinen Kniprodini-Schüler haben ein Problem – ein großes Problem.

Am Sommeranfang nämlich kam die wenig frohe Botschaft aus dem Rathaus: Ab sofort darf die zuvor jahrzehntelang problemlos für Theater-, Musikveranstaltungen und eben auch für Einschulungsfeiern genutzte Turnhalle nicht mehr für außersportliche Veranstaltungen genutzt werden. „Weil die Halle eben nur als Sporthalle genehmigt wurde“, wie Schulbereichsleiter Uwe Trost erläutert. Das führt zu der absurden Situation, „dass ich hier zwar theoretisch mit hundert Kindern in die Halle gehen und Fußballspielen kann – aber wenn wir eine Geige auspacken, haben wir ein Problem“, erläutert Schulleiter Christoph Schröder die völlig unbefriedigende Situation.

Also wandte er sich noch vor den großen Ferien mit der offiziellen Bitte an das Rathaus, die Turnhalle zu einer Versammlungsstätte zu ertüchtigen, wie es im Behördendeutsch korrekt heißt. Konkret bedeutet das, dass in die Halle ein weiterer Fluchtweg mit entsprechend beleuchteter Ausschilderung eingebaut werden muss. Zudem müssen an Decken und Wänden nach heutigen Standards zu leicht entzündliche gegen schwerer entflammbare Materialien ausgetauscht werden. Schon vor einigen Wochen bezifferte Bürgermeister Daniel Zimmermann die geschätzten Kosten auf „rund 150.000 Euro.“

Geld, das der Stadt Monheim am Rhein ihre Schüler jedoch Wert sein sollte, befanden jetzt am Mittwochabend die Mitglieder des Schulausschusses im Rathaus. Sie stellten sich klar hinter Christoph Schröder und seine kleinen Schützlinge und brachten damit das entsprechende Genehmigungsverfahren auf den Weg. Nun müssen die genauen Kosten ermittelt werden. Danach hat der Stadtrat das letzte Wort, ob die endgültige Summe in den nächsten Haushalt eingestellt wird. Es sieht so aus, als würde es auch dort keine zwei Meinungen geben, dass hier tatsächlich dringender Handlungsbedarf besteht.

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