Die Unicefgala – eine echte Herzensangelegenheit

Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Jahr – und hoffentlich auch noch darüber hinaus. Gala-Moderator Heribert Klein (M.) und seine Stars winken nach Mitternacht nochmal ins einmal mehr begeisterte  Publikum.
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  • Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Jahr – und hoffentlich auch noch darüber hinaus. Gala-Moderator Heribert Klein (M.) und seine Stars winken nach Mitternacht nochmal ins einmal mehr begeisterte Publikum.
  • hochgeladen von Thomas Spekowius

„Jetzt denken die Leute bestimmt: Warum schnappt sich denn nun ausgerechnet die Frau aus der Ukraine das Mikrophon?“, sprach Opernstar Nataliya Kovalova, als die Zeiger der Uhren nach weit über vier Stunden Programm bereits mächtig in Richtung 0 Uhr liefen. Und dann blickte Sie dem Moderator und Motor der 31. Unicef-Gala, Heribert Klein, tief in die Augen und begann von einer Autofahrt im letzten Jahr zu erzählen.

Da war ganz offensichtlich das Wort „Pensionierung“ gefallen. Und das kam der ukrainischen Sopranistin nicht nur sprachlich schwer über die Lippen. Stunden zuvor hatte Commerzbank-Vorstand Martin Zielke zwar bereits versichert, dass es auch die 32. Unicef-Gala in Hilden geben wird und dabei einmal mehr glaubhaft versichert, dass das Bekenntnis „Kinder brauchen Freunde, auf die sie sich verlassen können“ für seine Bank kein hohler Spruch ist. Fakt ist wohl auch, dass Heribert Klein tatsächlich diese 32. Gala nochmal moderieren wird. Doch wie es weitergeht, „das werden wir sehen“, mochte Klein an den beiden großen Hildener Abenden des letzten Wochenendes kein Versprechen für die weitere Zukunft abgeben. Denn ja, er wird im nächsten Jahr tatsächlich 65 Jahre alt. Vielmehr dankte der Vollblut-PR-Mann einmal mehr seinem Arbeitgeber für das jahrzehntelange Engagement, dass die Commerzbank von der Dresdner Bank nahtlos übernommen hatte. „All das“, so Klein, „ist eben keine Selbstverständlichkeit.“

„Du kannst nicht aufhören“, gab ihm Nataliya Kovalova noch mit auf den Weg. „Das ist Deine Gala!“ Und es ist kein Geheimnis, dass wohl auch zu beiden Spendenabenden 2012 wieder viele Stars nicht nur gekommen sind, weil ihr Herz natürlich für Kinder schlägt, sondern eben auch, weil sie der Netzwerker Heribert Klein immer wieder aufs Neue für seine gute Sache zu begeistern vermag. Er ist der Taktgeber, der große Vereiner, der mit seinem Team das ganze Jahr hindurch Kontakt zu den Menschen hält, die sich tatsächlich immer wieder greifbar und ergreifend als große Familie fühlen. – Und die dann, wie der philippinische Musical-Star Stephanie Reese, über 10.000 Kilometer und 21 Stunden Anreise auf sich nimmt, um ohne Gage in der Hildener Stadthalle zu singen. Mag in Hilden auch der Weihnachtsmarkt wegen Schneefalls (!) schließen, mögen auch die Landebahnen der „beiden Hildener Flughäfen in Düsseldorf und Köln“ (Heribert Klein) zufrieren – auch in diesem Hildener Winter-Herbst schafften es wieder alle internationalen Künstler aus 13 Nationen pünktlich in die Stadthalle.

Einmal mehr gab es so für 30 Spenden-Euro ein Weltklasse-Programm, das mit dem Höseler Knabenchor begann und mit Jazz-, Tanz-, Musical-, und Opernstars aus Ländern wie den USA, Rumänien, den Niederlanden, England, Frankreich, Italien und den eben schon erwähnten Philippinen weiterging.

Wie immer gab es in Hilden stehende Ovationen am laufenden Band und lauten Jubel und Dank für die Stars auf der Bühne. Und wie immer endete der große vorweihnachtliche Familienabend in der Stadthalle ganz leise, mit dem gemeinsamen Singen des Weihnachtsklassikers „Stille Nacht“.

Bleibt zu hoffen, dass es um die Unicef-Gala auch in den kommenden Jahren nicht still wird. Denn eines hat sich leider auch in 31 Jahren Hilfe aus Hilden nicht geändert: Noch immer gibt es viel zu viele Kinder auf der Welt, die dringend auf Freunde angewiesen sind, auf die sie sich verlassen können. Hoffen wir also, dass die Commerzbank und Heribert Klein einen Weg finden, diese Hilfe auch über das kommende Jahr hinaus fortzuführen – damit die 2013 keine Unglückszahl wird.

Alle Fotos: Dirk Thomé und Thomas Spekowius

Autor:

Thomas Spekowius aus Monheim am Rhein

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