Falsche Sammler unterwegs: Baumberger Martins-Komitee warnt vor Betrügern

Der "Mäteszoch" (auf dem Foto eine Gruppe in 2017) ist in Baumberg eine liebevoll gepflegte Tradition. Das Baumberger Martins-Komitee gründete sich schon 1909 und zählt damit zu den Ältesten im Rheinland. Der erste Umzug führte 1909 durch das damals rund 1.400 Bewohner zählende Dorf. (Archiv-Foto: Michael de Clerque)
  • Der "Mäteszoch" (auf dem Foto eine Gruppe in 2017) ist in Baumberg eine liebevoll gepflegte Tradition. Das Baumberger Martins-Komitee gründete sich schon 1909 und zählt damit zu den Ältesten im Rheinland. Der erste Umzug führte 1909 durch das damals rund 1.400 Bewohner zählende Dorf. (Archiv-Foto: Michael de Clerque)
  • hochgeladen von Bea Poliwoda

Am Sonntag, 11. November, finden in Baumberg wieder der Martinsumzug und damit verbundene Feierlichkeiten und Aktionen statt. Zur Finanzierung dieses Festes gehen seit Ende September über 110 Ehrenamtler durch die Straßen von Baumberg und sammeln an den Haustüren freiwillige Spenden ein. Leider haben sich unter die Ehrenamtler auch Betrüger geschlichen, die im Namen der guten Sache unterwegs sind, um selbst Kasse zu machen.

"In den letzten Tagen haben wir vermehrt Hinweise bekommen, dass falsche Sammler an den Haus- und Wohnungstüren klingeln", erzählt Steffen König, Vorsitzender des Baumberger Martins-Komitees. "Aufgefallen ist das, weil unsere Sammler von Bewohnern, mit der Begründung, dass man doch bereits gespendet habe, wieder weggeschickt wurden." Einzelfälle dieser Art habe es in den letzten Jahren immer mal gegeben, so Steffen König weiter. Aber in diesem Jahr sei die Betrugsmasche gleich in mehreren, der insgesamt 57 Baumberger Sammelbezirke aufgefallen. „Unsere Sammler können sich alle ausweisen. Außerdem geht kein Sammler ohne Listen und Berechtigungskarten von Haus zu Haus. Auf den Listen muss jeder Spender auch seine Spende mit einer Unterschrift bestätigen.“
Der Baumberger Martinszug, im Stadtteil liebe voll "Mäteszoch" genannt, finanziert sich ausschließlich über Spenden. Vom gesammelten Geld werden Musikkapelle, Pferd und St. Martin, Sicherheit und nicht zuletzt auch rund 2800 lecker gefüllte Martinstüten für die Baumberger Kindergarten- und Grundschulkinder bezahlt. "Wir sind auf jeden Euro angewiesen und freuen uns über jede noch so kleine Spende", weiß Steffen König. "Diese Vorfälle dürfen auf keinen Fall dazu führen, dass nicht mehr für die Kinder gespendet wird.“

Nachträgliche Kartenausgabe

Kein Kind soll leer ausgehen: Die Sammler sind wirklich engagiert und bemühen sich, jeden Baumberger Haushalt zu erreichen. Klappt das nicht, werfen die Sammler einen Flyer in den Briefkasten: "Wir waren da ... Sie leider nicht". Wer dann noch eine Martinstüte haben möchte, bringt den Flyer mit zur nachträglichen Kartenausgabe. Sie findet am Freitag, 2. November, von 18 bis 20 Uhr im katholischen Pfarrheim an der Von-Ketteler-Straße statt. Wichtig: Die Ausgabe der Karten erfolgt nur an Erwachsene.

Weitere Infos online auf www.martins-komitee.de oder per E-Mail an sammlung@martins-komitee.de.

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