Sturmtief Sabine wütete auch in Mülheim
Schutzengel leisten gute Arbeit - Sachschäden, aber nur leichte Verletzungen

Das Heck dieses Kleinwagens wurde von einem umstürzenden Bau getroffen, woraus dieser in einen Graben schleuderte. Die beiden Insassen entkamen nur leicht verletzt.
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  • Das Heck dieses Kleinwagens wurde von einem umstürzenden Bau getroffen, woraus dieser in einen Graben schleuderte. Die beiden Insassen entkamen nur leicht verletzt.
  • Foto: Feuerwehr Mülheim
  • hochgeladen von Andrea Rosenthal

Sturmtief Sabine traf ab Sonntagnachmittag Mülheim mit einiger Wucht. Obwohl die Mülheimer gewarnt waren und weitgehend in ihren Häusern Schutz suchten, musste die Feuerwehr bereits ab 15.30 Uhr immer wieder ausrücken. Die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr hatten vorsorglich Vollalarm ausgerufen und alle verfügbaren Einsatzkräfte zusammen gezogen.

Besonders großes Glück im Unglück hatten am Sonntagabend zwei Mülheimer, die trotz der Warnungen vor dem Sturmtief Sabine versuchten, mit dem Auto den Uhlenhorster Wald zu durchqueren. Gegen 23 Uhr fuhren zwei Mülheimer auf dem Uhlenhorstweg in Richtung Stadt als etwa 25 Meter hinter ihnen ein großer Baum umstürzte. Er traf dabei das Fahrzeug im Bereich der unbesetzten Rückbank. Der Wagen geriet ins Schleudern und landete total zerstört im Straßengraben. Die beiden Insassen konnten sich selber befreien. Sie wurden dabei leicht verletzt. Beide Personen wurden durch den Mülheimer Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Wäre das Fahrzeug nur eine Sekunde eher an der Stelle gewesen hätte es wesentlich schlimmer ausgehen können. Für die Zeit des Einsatzes war der Uhlenhorstweg voll gesperrt.

Umgestürzte Bäume im Uhlenhorst

Auch am Montagmorgen mussten die Straßen im Uhlenhorst noch von umgestürzten Bäumen befreit werden. So rückte die Feuerwehr gegen 8 Uhr zur Großenbaumer Straße aus. Auf der Akazienallee versperrten lose Bauteile die Straße. Zuvor waren noch in der Nacht die Sägetrupps in zahlreichen anderen Stadtteilen im Einsatz beispielsweise an der Lilienthalstraße, der Mühlenbergheide und auch auf der A40 in Höhe Styrum. Die Straßen konnten zügig wieder für den Verkehr freigegeben werden.

In Heißen wehte am Sonntagabend das Dach eines Gartenhauses auf die Straße, in Broich traf ein umgestürzter Baum ein Einfamilienhaus und wurde per Telelader vom Dach gehoben. 

Krisenstab frühzeitig zusammengesetzt

Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort dankte in seiner Funktion als Ordnungsdezernent „seinen Kolleginnen und Kollegen“ der Berufsfeuerwehr für die guten Vorbereitungen auf das Sturmtief Sabine.„Der Krisenstab der Feuerwehr hatte sich frühzeitig zusammengesetzt und die Planungen aufgenommen“. Dazu gehörte auch die Aktivierung der Freiwilligen Feuerwehr und der Mülheimer Hilfsorganisationen, die letztlich am Sonntag tagsüber und noch bis in die Nacht zum Montag mit 91 Kräften zur Verfügung standen. „Insbesondere diesen freiwilligen Helfern gilt mein Dank: für ihre Zeit, die sie eingesetzt haben und den Mut, auch in brenzligen Situationen für andere da zu sein“.

Insgesamt waren 164 Kräfte am Start: davon 49 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sowie 42 Kräfte von DRK und JUH. Das Technische Hilfswerk stand für den Bedarfsfall in Bereitschaft.

Weiterhin Windböen

Aktuelle Einblicke in die Lage innerhalb der Stadt erhält man über den Twitterkanal der Feuerwehr Mülheim unter #FeuerwehrMH. Obwohl der Wind etwas nachgelassen hat ist weiterhin Vorsicht geboten. Die Mülheimer Schulen bleiben heute geschlossen.

Im Berufsverkehr gab es ab Montagmorgen durch umgewehte Bäume, Mülltonnen und ungesicherte Gegenstände noch vielerorts Verzögerungen, von denen auch die Busse und Straßenbahnen der Ruhrbahn nicht verschont blieben. Sperrungen gibt es aktuell nicht.

Autor:

Andrea Rosenthal aus Mülheim an der Ruhr

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