Eichenprozessionsspinner verletzen Kinder am Wenderfeld beim Schulsport
Wegen gesundheitlicher Probleme auf Sportanlage rückte Feuerwehr aus

Bei einem Sportfest der Realschule Mellinghofer Straße am heutigen Dienstag gab es einen Großeinsatz der Feuerwehr. Ausgelöst wurde der Alarm "Massenanfall von Verletzten" um 12.15 Uhr, nachdem bei Schülern auf der Anlage akut gesundheitliche Probleme auftraten, die offenbar von Raupen der Eichenprozessionsspinner ausgelöst wurden.  

Neun Kinder von 450 Jugendlichen klagten über Atemnot und Juckreiz. Sie hatten in der Hitze Schutz im Schatten der Bäume auf den Wiesen neben der Sportanlage gesucht. Dort hatte sich aber offenbar der gefürchtete Eichenprozessionsspinner breit gemacht. Dessen Härchen können bei Menschen massive Beschwerden auslösen.

Bei drei der neun betroffenen Kinder war die Atemnot so groß, dass sie rettungsdienstlich behandelt und  in die Oberhausener Kinderklinik gebracht wurden, wie der Sprecher der Mülheimer Feuerwehr, Thorsten Drewes, bestätigt. Die anderen betroffenen Kinder wurden in den Umkleideräumen behandelt. Das Schulfest wurde sofort abgebrochen, die Eltern aller Kinder von der Schulleitung informiert.

In der Folge des Einsatzes wurde der Sportplatz Wenderfeld sofort gesperrt. Das zuständige Amt wird nun Schädlingsbekämpfer beauftragen, die Eichenprozessionsspinner zu entfernen. Das kann einige Tage dauern. Solange bleibt die Anlage gesperrt.

Hinweisen von Eltern in den sozialen Netzwerken, dass Kinder auch Symptome von Hitzschlägen gezeigt hätten, konnten weder von der Feuerwehr noch von der Stadtverwaltung bestätigt werden. "Nach Auskunft der Feuerwehr und der behandelnden Notärzte vor Ort wurden ausschließlich Kinder wegen allergischer Reaktionen auf die Härchen der Eichenprozessionsspinner behandelt", betont Stadtsprecher Volker Wiebels. Es habe keine ernsthaften Behandlungen wegen Herz-Kreislauf-Problemen gegeben. Was nicht bedeuten müsse, dass es keine Kinder gegeben habe, die sich wegen der Hitze schlecht gefühlt hätten. Unter den medizinisch versorgten seien sie aber nicht gewesen. 

Das ist nicht die erste betroffene Sportanlage in Mülheim. Bereits in der letzten Woche wurde der Sportplatz an der Mintarder Straße in Saarn bis auf weiteres gesperrt, nachdem dort auch die gefährlichen Raupen entdeckt wurden. Weitere bekannte betroffenene Bereiche sind unter anderen im Speldorfer Wald. Dort wurden nach Anrufen besorgter Anwohner einige Wege gesperrt. Insgesamt, so rät Thorsten Drewes, sollte man zur Zeit vorsichtig sein in Gebieten, in denen Eichen stehen. In den Wäldern werden die Raupennester auch nicht von der Stadt entfernt, hier ist jeder auf eigene Gefahr unterwegs.
Da es nur wenige spezialisierte Firmen gibt, die die Entfernung der Raupen durchführen dürfen, kann es einige Tage dauern, bis die betroffenen Bereiche wieder zugänglich sind.

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