Am Samstag, 17. September, startete die Veranstaltungsreihe " Im Westen geht die Sonne auf!"

William Shakespears " Was ihr wollt" feiert am Mittwochabend im Theater an der Ruhr Premiere.
  • William Shakespears " Was ihr wollt" feiert am Mittwochabend im Theater an der Ruhr Premiere.
  • Foto: TaR/Köhring
  • hochgeladen von Olivia Kozbial

Mit dem Festival "Im Westen geht die Sonne auf!" hat auch die neue Spielzeit 2011/2012 begonnen, bei der sich das Theater Oberhausen, das Theater an der Ruhr und der Ringlokschuppen Mülheim zusammengetan haben.
Den Auftakt zur Veranstaltungsreihe machte am Samstag, 17. September, der Ringlokschuppen, am Schloß Broich 38, mit der gefeierten Produktion "Orlac Hand Out" der Gruppe copy & waste. Eine obskure Geschichte mit allerlei Prothesen, einer von Hysterie erfüllten Pressekonferenz und im Mittelpunkt die Frage, inwieweit das Fernsehen unser echtes Leben beeinflusst. Im Anschluss an die Vorstellung konnte man bei der Eröffnungsparty Blues, Soul und Funkmusik genießen.

Warum schließen sich ein Theaterhaus und zwei Theater zusammen? "Das hatte einen ganz praktischen Grund", erklärt Sven Schlötcke, Geschäftsführer des Theaters an der Ruhr, " wenn wir alle zur gleichen Zeit die Spielzeit eröffnen würden, wäre das ja sinnlos." Deshalb hat man die Termine abgesprochen. Obwohl die Stücke Koproduktionen sind und die Angebote sich nicht gegenseitig ausschließen, hat man nicht an einem Inhalt gearbeitet, denn jedes Theater will weiterhin seine Individualität wahren. Dass man sich trotz Unterschieden an das gemeinsame Projekt "Im Westen geht die Sonne auf!" getraut hat, ist der Kulturhauptstadt 2010 zu verdanken. Die Kooperation ist durch einen Mentalitäswechsel möglich geworden, der letztes Jahr in Gang gesetzt wurde. Die Leute gehen jetzt auch öfter in Nachbarsstädte , um sich Stücke anzuschauen. Man will nach der Kulturhauptstadt weiterhin versuchen, über die Stadtgrenzen hinaus den Kontakt zu pflegen.

In der kulturpolitischen Diskussion haben die drei Theater ein Signal gesetzt. Sie haben gezeigt, dass man fähig ist, sich abzusprechen und ein ergänzendes Angebot auf die Beine zu stellen. " Wir hatten keinen Masterplan, der uns erklärt hat, wie man Zusammenarbeit organisiert", erklärt Schlötcke. " Wir wollten ein regionales Gegengewicht in die Landschaft hängen, auch wenn natürlich andere Theater eine bessere ökologische Situation haben."
Helmut Schäfer, der für die künstlerische Leitung im Theater an der Ruhr verantwortlich ist, betont weiterhin, dass Konkurrenz nie ein Stolperstein war: " Kultur macht sich nicht gegenseitig Konkurrenz!" Worauf man Wert lege, sei Kontinuität in der Zusammenarbeit zwischen Artisten und dem Theater, um zum Beispiel Ideen zu generieren, hebt Holger Bergmann, künstlerischer Leiter des Ringlokschuppen Mülheim, hervor.

Wieso man sich beim Festival auf den Namen " Im Westen geht die Sonne auf!" geeinigt hat, erklärt Schäfer mit dem Widersinn des Titels. Dass es einen gleichnamigen Film gibt, wusste er nicht, "Ich dachte, das wäre eine Selbsterfindung", lacht er.

Neben "Orlac Hand Out" im Ringlokschuppen, präsentiert das Theater an der Ruhr, Akazienalle 61, am Dienstag, 21. September, Karin Neuhäusers Inszenierung von Shakespears Komödie " Was ihr Wollt." Es geht um ein Durcheinander von Liebe und der Suche nach sich Selbst. Am Freitag, 23. September, hat Lessings Klassiker Emilia Galotti mit einer Interpretation von Herbert Fritsch im Theater Oberhausen, Will-Quadflieg-Platz 1, Premiere.
Man kann für 30 Euro ein Kombiticket an den jeweiligen Häusern unter Tel. 5990188 oder Tel. 993160 erwerben. Insgesamt stehen 60 solcher Tickets zur Verfügung.

Autor:

Olivia Kozbial aus Mülheim an der Ruhr

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