Bericht über die 46. Lesebühne am 04.11.2016, von Rolf Blessing

Christiane Schwarze, Eva Batt und Angela Frontera
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Anstatt am Freitagabend vor dem Fernseher zu sitzen und sich mit großer Programmunzufriedenheit durch die Kanäle zu zappen, trafen sich am Freitagabend kunstinteressierte Mitmenschen zu einem sehr kurzweiligen, interessanten und anregenden Abend im Handelshof.

Alles, was vorgetragen wurde oder passierte war live!

Nach der Begrüßung durch den im Hintergrund agierenden Cheforganisator Manfred Wrobel führte Silke Höttges professionell und einfühlsam durch das Programm.

Nachdem die Autorin Dagmar Schenda sich mit „Außerirdischem“ befasst und die Lyrikerin Silke Burchartz „Alltagsprobleme (z. B. Abnehmen) in wohlgeformten Worten und Versen vorgetragen haben, erlebten die Anwesenden den Höhepunkt des Abends. Eine Komposition mit dem Namen „Duo TonSatz“ bei dem die auf sehr hohem literarischen Niveau stehenden Texte von Christiane Schwarze durch Eva Batt und Angela Frontera (Sao Paulo) musikalisch begleitet und auch unterstützt wurden. Diese musikalisch inszenierte Lesung („war ich die Einzige, die bemerkte, dass tote Gegenstände Leben entwickeln?“ oder „Vergangenheit kommt und geht wie sie will“) und wurde durch teilweise jazzartige und auch rein klang orientierte Kompositionen hervorragend eingerahmt.
Der Schriftsteller Wolfgang Brunner „Der Schmetterlingsmann“ und der Autor Matthias Kurz mit gereimten Gedichten rund um Leben und Liebe lasen sehr auflockernd aus ihren neueren Arbeiten vor, bevor Mitchel Summer seine Sologitarre zu Nordseestimmung und nachempfundener irischer Musik erklingen ließ.
Für alle, die Angst vor dem Reiseland Frankreich haben, beschrieb Thomas Bauer die Eindrücke seiner mit Fahrrad durchgeführten Rundreise und seine Vorliebe für süßen Nachtisch.
Alles in allem eine Veranstaltung, Eintritt kostenlos, der eine große Bereicherung des Mülheimer Kulturprogramms darstellt und es verdient, zukünftig eine größere Beachtung zu erfahren.

Rolf Blessing
06.11.2016

Text © Rolf Blessing (eine formelle Lizenz liegt vor)
Fotos © Manfred Wrobel

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