Ein Herz für Pflanzen
Botanisches Kunstprojekt im Museum Temporär

Dr. Beate Reese, Leiterin des Kunstmuseums, und das Künstlerduo art431 stellen die Pflanzenklappe vor.
  • Dr. Beate Reese, Leiterin des Kunstmuseums, und das Künstlerduo art431 stellen die Pflanzenklappe vor.
  • Foto: PR-Foto Köhring/AK
  • hochgeladen von Andrea Rosenthal

Im September steht das Museum Temporär drei Wochen lang ganz im Zeichen der Zimmerpflanze. Vom 3. bis 24. September bietet das Frankfurter Künstlerduo 431art mit dem Projekt "botanoadopt" Lösungen für ein Problem, das jeder kennt: Ein Umzug oder eine Reise stehen an, die Wohnung ist zu klein geworden oder es fehlt schlichtweg der grüne Daumen. Und schon stellt sich die Frage, wohin mit dem Gewächs.

In verschiedenen Arbeitsphasen laden Torsten Grosch und Haike Rausch (leben und arbeiten in Frankfurt/Main) die Mülheimer Bürger dazu ein, an ihrem vom Rat für Nachhaltigkeit ausgezeichneten Langzeit-Projekt "botanoadopt" teilzunehmen, das seit über zehn Jahren Topfpflanzen an neue Besitzer vermittelt.

Kernstück des Konzepts von "botanoadopt" ist die Pflanzenklappe, in die vernachlässigte Pflanzen anonym eingestellt werden können. Anschließend werden die Gewächse fotografiert und mit individuellen Biografien versehen, bevor sie in einem im Museum Temporär eingerichteten Adoptionsbüro weitervermittelt werden. Im Laufe der Jahre konnten 431art ein deutschlandweites Netzwerk (www.botanoadopt.org) errichten, über das bis heute mehr als tausend Pflanzen ein neues Zuhause finden konnten.

Mit "botanoadopt" gelingt es Torsten Grosch und Haike Rausch, auf subtil-humorvolle Weise auf ein wichtiges, in der öffentlichen Diskussion bisher aber weitgehend vernachlässigtes Thema hinzuweisen: Die Bedeutung von pflanzlichem Leben für unsere menschliche Existenz und als Grundlage für Zukunftsfähigkeit.

„Mit seiner partizipativen Arbeitsweise an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft steht das Künstlerduo 431art exemplarisch für einen aktuellen Trend der zeitgenössischen Kunst, in Form von Projekten zu arbeiten und ausgehend von Alltagsfragen in die Gesellschaft hineinzuwirken,“ so Museumsleiterin Dr. Beate Reese.

Das Projekt wird flankiert von einer Ausstellung, in der fotografische Pflanzenporträts, eine speziell für den Ausstellungsraum geschaffene Rauminstallation sowie eine Videoarbeit zu sehen sein werden. Während des Ausstellungszeitraums wird das Künstlerduo öffentliche Empathietrainings mit Pflanzen anbieten, in denen das eigene Mitgefühl für pflanzliche Lebewesen getestet und gesteigert werden kann. 

Der Zeitplan

>> Pflanzenklappe: Freitag, 4., bis Donnerstag, 10. September.
>> Adoptionsbüro für Pflanzen: Mittwoch, 23., und Donnerstag, 24. September.

Autor:

Andrea Rosenthal aus Mülheim an der Ruhr

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