Bis Ende September wird am und im Schloss Broich noch kräftig Hand angelegt
„Das Finale ist in Sicht“

Die Sanierung am und im Schloss Broich geht in seine finale Phase. Bis Ende September wird der komplette Innenhof gesperrt. Neue Ver- und Entsorgungsleitungen werden verlegt, die Fassade am Hochschloss restauriert, eine komplett neue Beleuchtung installiert und umfangreiche Landschafts- und Gartenbauarbeiten durchgeführt.      Fotos: PR-Fotografie Köhring/PK
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  • Die Sanierung am und im Schloss Broich geht in seine finale Phase. Bis Ende September wird der komplette Innenhof gesperrt. Neue Ver- und Entsorgungsleitungen werden verlegt, die Fassade am Hochschloss restauriert, eine komplett neue Beleuchtung installiert und umfangreiche Landschafts- und Gartenbauarbeiten durchgeführt. Fotos: PR-Fotografie Köhring/PK
  • hochgeladen von Reiner Terhorst

„Ein gutes halbes Jahr wird es noch einmal erhebliche Einschränkungen geben, dann aber haben wir es geschafft.“ Marc Baloniak, Abteilungsleiter und Prokurist bei der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST), befindet sich in einer Gemütslage zwischen Anspannung und Erleichterung, wenn er von der „Schlussetappe“ der Groß-Sanierung am und im Schloss Broich spricht.

Bagger stehen bereits auf dem Schlosshof, Absperrgitter liegen bereit, die Gespräche mit den Handwerkern sind weitgehend abgeschlossen. Baloniak: „Am 30. September erstrahlt das Schloss wirklich wieder in neuem Glanz.“ Bis dahin aber gibt es noch eine Menge zu tun. Bald wird der Innenhof eine einzige Baustelle sein, was wiederum zur Folge hat, dass dort vorerst keine Veranstaltungen mehr stattfinden können. Die Vermietung der Räumlichkeiten ist ebenfalls bis Ende September auf Eis gelegt.

Zahlreiche Gewerke
sind mit im Boot

Das Historische Museum im Hochschloss ist seit einigen Tagen ebenfalls für Besucher geschlossen. Obwohl im Museum selbst lediglich die Fenster saniert, der Holzbalkon restauriert und einige pflegerische Maßnahmen durchgeführt werden, kann es durch den vollständig gesperrten Hof nicht betreten werden. „Das Gute“, so Dr. Kai Rawe, Leiter des Stadtarchivs, „ist, dass wir keine Exponate und Objekte auslagern müssen. So bleiben uns einige logistische Kraftanstrengungen erspart.“

Kraftanstrengungen allerdings werden die beteiligten Gewerke am letzten Bauabschnitt der Schloss-Sanierung schon an den Tag legen müssen. „Allein das Leistungsverzeichnis für die Maler, Schreiner, Elektriker, Schlosser, Installateure, Steinmetze, Landschafts- und Gartenbauer ist gut 200 Seiten stark“, erläutert Marc Baloniak im Gespräch mit der Mülheimer Woche. Und immer, wenn an geschichtsträchtiger Stelle etwas „aufgerissen“ wird, sind die Archäologen mit im Boot.

Bäume bekommen
mehr Luft zum Atmen

Die Bäume im Innenhof, darunter die zwei Rosskastanien als Natur-Denkmal, bekommen künftig „mehr Luft zum Atmen“. Ver- und Entsorgungsleitungen werden erneuert. „Das wäre ohnehin fällig gewesen“, so Baloniak, „denn schon vor fünf Jahren haben Untersuchungen und Dichtungsprüfungen ergeben, dass wir da in absehbarer Zeit nachhaltig was tun müssen.“ Zusätzlich werden Gräben gezogen, um neue Leitungen für Trink- und Löschwasser zu installieren.

„Diese notwenigen Arbeiten sind dann in den jetzigen Bauabschnitt eingebettet worden, um nicht an einer Stelle zweimal alles aufreissen zu müssen“, erklärt der MST-Prokurist. Zudem erhält der Schlosshof ein komplett neues Lichtkonzept, das sich zwar dem historischen Ambiente anpasst, aber eine zeitgemäße LED-Beleuchtung ist. Die abschließenden Pflasterarbeiten machen den Innenhof wieder „komfortabel begehbar“.

Groß-Events ziehen
in den MüGa-Park

Die gewohnten, beliebten und bestens besuchten Großveranstaltungen, wie etwa das Pfingst-Spektakulum, Castle Rock oder die Ruhrbühne werden vom Schlosshof in den MüGa-Park verlegt, also ganz nahe beim Schloss. So heißt die Rockpräsentation auch bereits „Near Castle“. So habe man aus der Not eine Tugend gemacht. Die Schloss-Weihnacht wird dann wieder am gewohnten Ort zu erleben sein.

„Von der ersten Feststellung der Schäden am und im Schloss bis heute ist fast Jahrzehnt vergangen, Wir haben die Maßnahme Schritt für Schritt in Angriff genommen, akribisch und erfolgreich in mehreren Baubschnitten saniert und restauriert. Jetzt ist das Finale in Sicht“, so MST-Geschäftsführerin Inge Kammerichs. Dabei wurden Eigen- und Fördermittel in Anspruch genommen, aber auch private Initiativen wie die „Schloss-Retter“ und nachhaltige Unterstützung durch die Mülheimer Wirtschaft haben ihr Scherflein zum Gelingen des Mammutprojektes beigetragen.

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