Mülheimer Sehenswürdigkeiten
Ein Portrait für die Nachwelt erhalten - Mülheimer Persönlichkeit in der Ruhrstraße 3

Portrait gemalt 1923 von Franzjosef Klemm - es soll Karl Friedrich Schmitz-Scholl (sen.) darstellen
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  • Portrait gemalt 1923 von Franzjosef Klemm - es soll Karl Friedrich Schmitz-Scholl (sen.) darstellen
  • Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR
  • hochgeladen von Alexander Ivo Franz

Historisches Portrait wurde zunächst digital restauriert.

Viele Jahre muss das Gemälde auf dem Dachboden des historischen Stammhauses der Tengelmann-Gründerfamilie Wilhelm und Luise Schmitz-Scholl gelegen haben. Im Jahr 2012 wurde es stark beschädigt aufgefunden – das linke Auge ist offenbar gezielt durchstochen worden – trotz weiterer Beschädigungen ein imposantes Werk - 120 x 95 cm auf Leinwand gemalt, die Signatur mit der Jahreszahl 1923 lautet "Klemm". Der Mülheimer Kunstverein KKRR macht sich auf die Suche und schaltet verschiedene Stellen ein. Es kristallisierte sich dabei heraus, dass das Portrait den ältesten Sohn von Wilhelm Schmitz Scholl, Karl Friedrich darstellen könnte.  Man zieht u.a. alte Fotografien zum Vergleich heran.

Der Mülheimer Fotograf Bernd Pirschtat „restaurierte“ 2018 das Portrait digital, indem er das verlorene Auge rekonstruierte und die Beschädigungen der Leinwand retuschierte. Ein Duplikat in Originalgröße kann heute im Treppenhaus im Schmitz-Scholl-Haus in der Ruhrstraße 3 in Mülheim an der Ruhr bewundert werden. Das Original liegt im Depot der dortigen Kunstsammlung.

Zeitzeichen 1923 in der Stadt Mülheim an der Ruhr

Es ist das Jahr 1923 – es herrscht Krieg, das Ruhrgebiet wird besetzt – was bis 1925 anhalten soll.

Der Mülheimer Kaufmann Karl Friedrich Schmitz-Scholl (senior) ist mit seinem Bruder Wilhelm zusammen Eigentümer der gut florierenden väterlichen Firma Wilhelm Schmitz-Scholl oHG – man freut sich über fast 600 Tengelmann-Filialen und verschiedene Lebensmittelfabriken. Mit 56 Jahren lässt er sich vom Düsseldorfer Maler Fanzjosef Klemm portraitieren. (Klemm portraitierte u.a. auch Fritz Henkel, Emil Kirdorf, Peter Klöckner, Hugo Stinnes, August Thyssen und Fritz Thyssen)

Klemm malt die linke Hand von Karl Friedrich Schmitz-Scholl fest geklammert an den roten Armlehnstuhl auf dem er sitzt. Schmitz-Scholl stirbt zehn Jahre später in seiner Geburtsstadt Mülheim an der Ruhr.

Aus Wikipedia:

Karl Friedrich Schmitz-Scholl, eigentlich Karl Friedrich Schmitz (* 21. Mai 1868 in Mülheim an der Ruhr; † 11. April 1933 ebenda), war ein deutscher Großhandels-Kaufmann und Gesellschafter des Unternehmens Tengelmann.

Franzjosef Klemm (* 1. März 1883 in Köln; † Juni 1959 in Wittlaer, heute Düsseldorf) war ein deutscher Porträtmaler.

Über den Kulturort "KuMuMü Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3" mit der Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery in Wikipedia:

#MHRuhr #GalerieRuhr #KuMuMü #RuhrGallery

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