Er kam, sang und siegte: Götz Alsmann in der Stadthalle

Götz Alsmann mit Band in Kleve, 2015. (Archiv)
  • Götz Alsmann mit Band in Kleve, 2015. (Archiv)
  • Foto: Karl Heinz Stoffels
  • hochgeladen von Heike Marie Westhofen

Götz Alsmann schaut aus, wie wir ihn seit Ewigkeiten kennen, als er am Sonntagabend, 18. Februar, vor dem vollbesetzten Saal in der Stadthalle die Bühne betritt: Seine Markenzeichen-Frisur scheint vom Sturm steil nach oben gepustet. Nicht unbedingt ein italienischer Anblick, doch um den Anblick geht es auch an diesem Abend nicht. Es geht um „Canzone“, italienische Schlager der 50er und 60er Jahre.

Amore, Amici und Rom

Götz Alsmann und seine Bandkollegen bringen Charme, viel Amore und einiges an Hintergrundwissen über die legendären Ohrwürmer aus Italien mit. Nachdem er bereits in Paris zum Franzosen und am Broadway zum Amerikaner wurde, reiste er mit seiner Jazz-Band nach Rom, um dort für begrenzte Zeit ein Italiener zu werden.
Sechs Monate hat er zur Vorbereitung ausschließlich italienische „Canzone“ gehört, dann neu arrangiert und zum Teil mit neuen deutschen Texten versehen. Absolute Granaten bringen seine Band und er auf die Bühne und interpretieren mit leichter Hand, jazziger Romantik und manchmal melancholisch Stücke wie „Azuro“, „Marina, Marina, Marina“ oder Guarda che luna“ (Schau Dir den Mond an) von Fred Buscaglione.

Romantische Seufzer, Sophia Loren und Spaghetti mit Knoblauch

Zwischen zwei Stücken erzählt der „Götze“ einiges über italienischen Charme und Komponisten, Komplimente und die römische Lebensart. Das macht er auf seine eigene Art: Witzig, gebildet, interessant und locker. Er nimmt sein Publikum mit auf die Reise in das Land wo nicht nur Zitronen blühen, sondern auch unter Brücken romantisch geseufzt werden darf.
Seine Band und er zaubern magische Musikmomente für die Zuhörer. Und das Lächeln in den Gesichtern des Publikums, das die 50er und 60er Jahre als Jugendliche erlebt haben dürften, ist die schwelgerische Nostalgie der guten alten Zeit. So gehen sie alle nach Hause: Mit einem Lächeln und mancher Besucher singt auf der Treppe: „Wenn bei Capri die rote Sonne …“.

Doch bevor sie alle gehen, gibt’s stehenden Applaus für Götz Alsmann und seine perfekten musikalischen Begleiter: Seine Band. Und Alsmann bedankt sich beim Mülheimer Publikum und schickt einen ganz speziellen Gruß "an den unbekannten Vertäfler dieses Saales". Ein spezieller Gruß, den die Mülheimer lachend verstanden.

Wer diesen Abend verpasst hat, darf hier in ganzer Länge die Premiere in Dortmund ansehen.

Oder vielleicht seine Broadway-Adaptionen aus dem Jahr 2014:

Heike Marie Westhofen

Autor:

Heike Marie Westhofen aus Mülheim an der Ruhr

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