Innovationspreis der Bürgerstiftung Mülheim verliehen
Stadt lebt von Hilfsbereitschaft

Alle engagierten Mülheimer auf einen Blick - in vorderster Reihe (v.l.) Frank Steinfort, Patrick Marx, Kirsten Heer, Doris Wischermann, Harald Karutz und Anke Dieberg-Hemmerle.
  • Alle engagierten Mülheimer auf einen Blick - in vorderster Reihe (v.l.) Frank Steinfort, Patrick Marx, Kirsten Heer, Doris Wischermann, Harald Karutz und Anke Dieberg-Hemmerle.
  • Foto: Foto: PR-Foto Köhring / AK
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Die Corona-Pandemie stellt alle vor ungeahnte Herausforderungen. Wer sich aber nicht in sein Schneckenhaus zurückzieht, sondern ganz im Gegenteil in der Krisenbewältigung hilft, denjenigen Mülheimer Bürgern soll die hohe Bereitschaft an Hilfe honoriert werden. Der „Innovationspreis für Hilfe und Krisenbewältigung“ wurde am Dienstag, 6. Oktober, zum ersten Mal verliehen.

Patrick Marx ist Vorsitzender der Bürgerstiftung Mülheim an der Ruhr: „Alle, die nominiert sind, sind Gewinner in diesen Zeiten.“ Die Palette der Hilfsbereitschaft in Mülheim ist groß. An die 20 unterschiedliche Hilfsprojekte wurden nominiert: Abendkonzerte für die Nachbarschafft, warme Mahlzeiten für Obdachlose, der Gartenzaun mit Toilettenartikeln, Hilfe für Flüchtlinge, Maskennähen, # 4330 hilft (ist gerade in Gründung), ein Podcast zu „Was spielt sich draußen ab“, oder eine Live-Stream-Party, Einkaufshilfen, Unterstützung von Schülern, Hilfe für den gestrandeten Zirkus oder auch nur der tägliche freundliche Zuspruch eines Bäckers in Saarn.

Anke Dieberg-Hemmerle (Vorstand der Bürgerstiftung) überreichte allen 15 Nominierten eine Urkunde. Es ist nicht alltäglich, wenn Menschen mit Ideen und positiven Impulsen nach vorne gehen und etwas für ihre Mitmenschen tun. Das sollte gewürdigt werden, so Patrick Marx.

Mit dieser Idee ist die Bürgerstiftung auf die Stadt zugetreten. Frank Steinfort würdigte die versammelten Preisträger:

„Die Stadt lebt davon, dass es Sie alle gibt.“

Eine Krise kann auch Ideen auslösen, meint Steinfort, der neben seinem Amt als Stadtdirektor seit einem Jahr den Oberbürgermeister vertritt und gleichzeitig noch Krisenstabsleiter ist.

Final und als Höhepunkts der Festivität in der Freilichtbühne übergab Harald Karutz, Leiter des Psychosozialen Krisenmanagements, den Geldpreis gleich an zwei Mülheimer Schulen. Denn, da waren sich die Juroren nach der Prüfung der Hilfsangebote einig, die Kinder und Familien waren und sind seit März wohl am härtesten von den Maßnahmen in der Corona-Zeit betroffen. Durch den Verlust der Tagesstruktur, waren es die Kinder, die mit Ängsten, Enttäuschungen und Unverständnis zu kämpfen hatten. Das Homeschooling sorgte da nur begrenzt für Freude. Nach den Sommerferien war klar, dass Schulen nicht nur Lehranstalt sondern Lebensräume für Kinder sind.

Prämiert: Lubo-News für Schulkinder
1.500 Euro nahm Doris Wischermann (Caritas) stellvertretend für die Brüder Grimm Schule in Styrum entgegen. Die „Lubo-News“, die täglich Anregungen und Programm für Kinder boten, waren den Schülern in der Zeit von März bis August eine große Hilfe, denn sie fühlten sich von ihrer Schule nicht allein gelassen. Darüber hinaus hat die Schule auch noch eine regelmäßige Kindersprechstunde angeboten.

Heldengeschichten prämiert
„Liebevolle Zuwendung“ leistete auch die Astrid-Lindgren-Schule in Dümpten. Kirsten Heer konnte stellvertretend 1.500 Euro für ihre Schule entgegennehmen. „Heldi“ führte mit Heldengeschichten durch den Corona-Alltag. Alle Preise stehen symbolisch für Alle, die sich engagiert haben und weiterhin engagieren.

Autor:

Claudia Leyendecker aus Mülheim an der Ruhr

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