Straße der Einsamkeit - Kalte Welt

Bedrückende Straße der Einsamkeit

Straße der Einsamkeit (Kalte Welt)

Beim Abendspaziergang entdecke ich zufällig
eine mir bis dahin unbekannte, noch namenlose Straße..
Sie wirkt sehr eng,
fast drohend stehen in unregelmäßigen Abständen
mehrere hochgeschossige Häuser wie dunkle Riesen,
unheimlich in der dunklen Abendstunde.
Nieselregen verstärkt den trostlosen Eindruck
fahl, gespenstisch beleuchtet der Mond die regennasse düstere Szenerie.
Beim Weitergehen befällt mich ein mulmiges Gefühl,
die Stille wirkt deprimierend, unheimlich.
Kein Ton dringt nach draußen
kein Gemurmel, kein Lachen, keine Musik, kein gemütliches Licht.
Leblose Riesen stehen dort still, bedrohlich,
ohne spürbares Herz, Leben.

Die Enge der Straße lässt kein Leben fließen,
nichts pulsiert hier,
kein Atem, kein Gefühl, keine spürbare Wärme,
man scheint umweht von einem Hauch Feindseligkeit
als würde alles erstickt ehe es begonnen hat zu sein.
Wie Kläger stehen die Mahnmale dort
sich zu besinnen mehr zusammen zu rücken,
zueinander zu finden
Leben zu entfachen, aufblühen,
Glück spüren, wachsen zu lassen.

Einsame, leblose Hügel der Traurigkeit ohne Licht und Leben
stehen wie Trümmer des Miteinander, der Gemeinschaft.
Schweigend nehme ich diese Gedanken mit heim,
sinniere über die Menschen die dort wohnen
wie heimlich versteckt, abgegrenzt.
Diese Häuser erzählen von Einsamkeit, Unbehagen
der Pulsschlag des Lebens pocht nicht,
Es strömt kein Licht,
keine Freude, kein Lachen, kein Leben.

Kalte Türme ohne spürbares Herz,
stehen da wie mahnend erhobene Zeigefinger
für eine leblose, zerstörte, tote Welt.
Ein Stück weiter pulsiert das Leben laut, bunt grell;
da wird gelebt, geliebt, gescherzt, gelacht.
Sie scheinen nichts zu ahnen von der Straße der Einsamkeit
deren Beschreiten allein schon Beklemmung hervorruft.
'Eisstraße würde passen', denke ich schaudernd.
Menschen werden immer einsamer
bei aller Hektik nach was auch immer
fehlt oft Vertrauen, Wärme, Miteinander
macht sie blind für sinnvolle Ziele.
Spürbar sind zunehmend Kälte, Leere
das müssen wir aufhalten...
Senden wir ein Lächeln in die Welt
das die Menschen verbindet, wärmt,
fühlen lässt was wirklich zählt.
Verändern wir die kalte Welt
gehen gemeinsam, schauen uns an,
werden zum Licht das graue Tage erhellt.
Verschwinden sollten Straßen der Einsamkeit,
gepflegt werden Menschlichkeit,
Gemeinsamkeit.

Autor:

Evelyn Gossmann aus Mülheim an der Ruhr

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