Kultur
Willy-Brandt-Schüler machen Theater und Furore

16 Zwölftklässler der Willy-Brandt-Schule erschienen mit ihrer Theaterproduktion "Stadt unter" beim Landesschultheaterfestival "Maulhelden" im besten Licht. Ihr Lehrer und Bühnentechniker Thomas Ziehl machte es möglich.
  • 16 Zwölftklässler der Willy-Brandt-Schule erschienen mit ihrer Theaterproduktion "Stadt unter" beim Landesschultheaterfestival "Maulhelden" im besten Licht. Ihr Lehrer und Bühnentechniker Thomas Ziehl machte es möglich.
  • Foto: Matthias Kocks
  • hochgeladen von Thomas Emons

"Ich bin stolz darauf, was die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrer Theaterpädagogin Hildegard Schroeter-Spliethoff geleistet haben. Ich habe die beteiligten Schülerinnen und Schüler mit ganz neuen Facetten ihrer Persönlichkeiten erlebt", schwärmt Willy-Brandt-Schulleiterin Karin Rinn. Die Rede ist von der Theaterproduktion "Stadt unter", die 16 Zwölftklässler aus dem von Lehrerin Hildegard Schroeter-Spliethoff geleiteten Projektkurs Darstellen und Gestalten beim Landes-Theaterfestival-Maulhelden im Gelsenkirchener Consoltheater auf die Bühne gebracht haben.

"Man hat uns eine nachdenkliche, facettenreiche und lyrische Sprache bescheinigt", freut sich Schroeter-Spliethoff, die sich neben ihrem ursprünglichen Lehramt in den Fächern Geschichte und Textiles Gestalten schon vor Jahren zur Theaterpädagogin ausbilden ließ. Denn sie weiß als Lehrerin im Fach Darstellen und Gestalten um die pädagogische Kraft des gemeinsamen Theaterspiels.

"Wir spielen nicht irgendein Stück nach. Unser Theater ist ein forschendes Theater, das sich von Themen inspirieren lässt und Themen aus unserer persönlichen Perspektive entdeckt", sagt sie. Luca Stapf (16) und Maja Bitter (15) für die Darstellen und Gestalten seit vier Schuljahren zu ihrem Stundenplan steht, bestätigen, dass ihnen das Theaterfach mehr bringt als eine Note auf ihrem Zeugnis und den Beifall des gewogenen Publikums. "Wir machen bei den Proben auch viel Blödsinn. Aber wenn wir dann gemeinsam auf der Bühne stehen und so etwas wie Verantwortung für uns und unser Stück spüren, dann sind wir sehr diszipliniert", sagt Luca Stapf. "Man wird selbstbewusster, in dem man lernt vor Publikum aufzutreten und zu sprechen. Das kann man auch in anderen Situationen wie etwa beim Halten eines Referates gut gebrauchen", erklärt Maja Bitter.

Nicht unerwartet und doch immer wieder neu erstaunt erlebt die Theaterpädagogin Hildegard Schroeter-Spliethoff wie ihre Schüler durch die gemeinsame Bühnenarbeit in ihrer Persönlichkeit reifen, weil sie durch das Theaterspiel sensibler für sich selbst und ihre eigenen Emotionen, aber auch aufmerksamer für ihre Mitmenschen und ihre Umwelt werden.

So waren es in der jüngsten Theaterproduktion der jungen Darsteller und Gestalter, die eng mit dem Jungen Theater an der Ruhr zusammenarbeiten Liedtexte über das Leben in der Stadt, die sie zum gemeinsamen Schreiben und Inszenieren inspirierten. O-Ton aus dem Stück "Stadt unter": Es ist so viel 
So viel zu viel. Alle Straßen sind befahren. Keiner kann Gedanken lesen. Ich bau ´ne Stadt. Eine Stadt Haltung, In der es – vielleicht - keine Angst gibt: Aus Glas und Stein Wo ich Halt‘ find. Wo ich Schutz find. Das Glück hat keinen Namen
Ich bau `ne Stadt – perfekt."

Nach drei Gastspielen beim Maulhelden-Festival in Aachen, Düsseldorf und Gelsenkirchen, wollen die Darsteller und Gestalter von der Willy-Brandt-Schule beim nächsten Landes-Schultheater-Festival in die Rolle der Gastgeber schlüpfen. Das Schul- und das Kulturministerium haben bereits grünes Licht dafür gegeben. Wiedersehen kann man die jungen Schauspieler und ihre Stück "Stadt unter" bei der Eröffnung der Mülheimer Schülertheatertage, die am 26. Juni um 10 Uhr im Theater an der Ruhr über die Bühne gehen wird.

Autor:

Thomas Emons aus Mülheim an der Ruhr

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