Corona-Lockdown
Ausgangssperren weitgehend eingehalten - Party aufgelöst

Am Wochenende galt in Mülheim von 21 bis 5 Uhr eine strikte Ausgangssperre.
  • Am Wochenende galt in Mülheim von 21 bis 5 Uhr eine strikte Ausgangssperre.
  • Foto: Symbolbild Pixabay
  • hochgeladen von Olaf Hellenkamp

"Durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) und die Polizei wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag rund 140 Personen angesprochen und in Autos angehalten, die sich nach 21.00 Uhr noch im öffentlichen Bereich befanden und auf die Ausgangsbeschränkung hingewiesen wurden“, resümiert Stadtsprecher Volker Wiebels die Aktion.

Einige Menschen waren (erlaubt) noch mit ihren Hunden zur Gassirunde unterwegs oder nahmen sich Speisen von Imbissen wie auf der Eppinghofer Straße mit nach Hause. „Grundsätzlich zeigten sich die meisten Bürger verständnisvoll für die Maßnahme der Ausgangsbeschränkung, mehrere Personen erklärten, von der Ausgangsbeschränkung nichts zu wissen und waren auf dem Weg zu den Gottesdiensten in den Moscheen“, so Wiebels. Die Polizei fertigte in dieser Nacht sieben Ordungswidrigkeitenanzeigen.

„Ein gemeinsamer Einsatz von Polizei und KOD führte zur Auflösung einer illegalen privaten Party in einem Villenviertel, bei der zehn Jugendliche zusammen feierten. Zwei junge Leute wurden auf der Straße an ihrem Auto angetroffen und verstrickten sich während der Befragung durch den KOD in Widersprüche, die zu der Annahme führten, dass eine Feier in einer nahegelegenen Villa stattfand. Gemeinsam mit den hinzugerufenen Polizeikräften wurde daraufhin die Party aufgelöst“, stellt der Stadtsprecher fest.

Unter anderem versteckten sich die jungen Leute unter Betten, um nicht entdeckt zu werden. Durch den KOD wurden Ordnungswidrigkeiten gegen den Veranstalter und die Teilnehmer gefertigt. Sie müssen mit Bußgeldern von mindestens 250,00 bis 500,00 € rechnen. Außerdem werden gegen zwei Teilnehmer der Party Anzeigen wegen Beleidigung gefertigt, weil sie die Kollegen nach Beendigung des Einsatzes noch wüst beschimpften, berichtet das Mülheimer Ordnungsamt.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war es laut KOD und Polizei noch ruhiger als in der Nacht zuvor. Viele Moscheen hatten sich offenbar dazu entschlossen, aufgrund der hohen Inzidenzen und der Ausgangsbeschränkung auf Gottesdienste vor Ort zu verzichten und waren daher ganz geschlossen. Durch KOD und Polizei wurden etwa 180 Personen und Fahrzeuge kontrolliert und insgesamt acht Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt (die hier betroffenen Personen waren unverständig und verhielten sich teilweise aggressiv). „Offenbar hält sich aber die ganz überwiegende Mehrheit der Mülheimer Bürgerinnen und Bürger an die Ausgangsbeschränkungen“, hält der Stadtsprecher als erfreuliches Ergebnis fest.

Autor:

Andrea Rosenthal aus Mülheim an der Ruhr

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