Mülheimerin leistet Erste Hilfe nach schwerem Autounfall
Eine Heldin der Straße wurde ausgezeichnet

Sie freut sich über die Auszeichnung von Goodyear und dem AvD: Loretta Knabjohann.
  • Sie freut sich über die Auszeichnung von Goodyear und dem AvD: Loretta Knabjohann.
  • Foto: Carsten Andrae
  • hochgeladen von Heike Marie Westhofen

Loretta Knabjohann aus Mülheim an der Ruhr war Ende August im Auto auf der B1 in ihrer Heimatstadt unterwegs. Mit dabei im Kindersitz war ihr sechs Monate altes Baby. Der Verkehr kam plötzlich zum Erliegen und sie wurde auf einen Verkehrsunfall, der vor ihr stattgefunden hatte, aufmerksam.
Für ihren umsichtigen und selbstlosen Einsatz verleihen Goodyear und der Automobilclub von Deutschland (AvD) Loretta Knabjohann den Titel „Held der Straße“ des Monats September 2019.
Dort leistete sie Erste Hilfe bei einer 72-jährigen PKW-Fahrerin, die an den Folgen der Kollision mit einem anderen Fahrzeug litt. Für ihren durchdachten und mutigen Einsatz haben Goodyear und der Automobilclub von Deutschland (AvD) Loretta Knabjohann aus Mülheim an der Ruhr zum „Held der Straße“ des Monats September 2019 gekürt.

Sie war vor Ort
Loretta Knabjohann war am 22. August gegen zehn Uhr früh mit ihrem PKW auf der B1 in Mülheim an der Ruhr unterwegs, als nahe der Kreuzung Untere Saarlandstraße/Bismarckstraße kein Fortkommen mehr möglich war. Die 30-Jährige erinnert sich: „Drei bis vier Wagenlängen vor mir konnte ich die Unfallstelle sehen. Ich schaute, ob es sicher war auszusteigen, denn ich war ja mit meinem Baby unterwegs.“ Die Ärztin in Elternzeit näherte sich mit ihrem Baby im Kindersitz dem Unglücksort: „Eine unbeteiligte Frau, die ebenfalls ausgestiegen war, hatte bereits einen Notruf abgesetzt. Der junge Mann, der offensichtlich hatte abbiegen wollen, bevor es zum Crash kam, stand unverletzt neben seinem Auto.“ Die Mülheimerin stellte den Kindersitz mit ihrem Baby auf dem Gehsteig in unmittelbarer Nähe ab.

Airbag hatte nicht ausgelöst
Dann eilte sie zum Fahrzeug der verunfallten Frau. Das Coupé war durch den Crash mit dem Kleinwagen des 28-jährigen Unfallgegners erheblich beschädigt worden, die Front des Autos zeigte sich deutlich deformiert. „Die ältere Dame hatte ihre Tür aufgemacht, sie konnte jedoch nicht aussteigen. Rein äußerlich war ihr außer einer Platzwunde am Kopf nichts anzumerken.
Mir fiel auf, dass der Airbag nicht ausgelöst hatte, was auch nach dem Aufprall zu einer Gefahr für den Insassen oder Helfer werden kann, weswegen ich versuchte mich nicht in dessen Front zu positionieren“, erinnert sich die Ersthelferin: „Sie war bei Bewusstsein und klagte über Schmerzen im Brustbereich. Diese kamen bestimmt durch den Aufprall auf das Lenkrad. Ihren rechten Arm konnte sie nur ganz schlecht bewegen.
Ich bat sie ruhig sitzen zu bleiben, denn man weiß ja bei so etwas nicht, ob die Wirbelsäule verletzt wurde oder sonstige innere Verletzungen vorliegen und stabilisierte ihren Kopf und Hals mit meinen Händen.“

Verletzte unter Schock
Bis der Notarzt eintraf, galt es für die 30-Jährige, die unter Schock stehende Verletzte zu beruhigen: „Ich konnte einen sehr hohen Puls bei der Frau feststellen. Die Dame fragte wiederholt nach ihrer Brille und ihrem Sohn. Auch fragte sie, wann denn endlich die Hilfe kommen würde. Ich versicherte ihr in ruhigem Ton wiederholt, dass die Hilfe auf dem Weg sei und mahnte sie gleichzeitig weiter, sich nicht zu bewegen.“
Innerhalb kurzer Zeit rückten die Einsatzkräfte an und brachten die 72-jährige Frau in ein Krankenhaus. „Mein Kind hatte sich die ganze Zeit über sehr ruhig verhalten, erst als die Sirenen von Notarzt, Feuerwehr und Polizei ertönten, wurde auch mein Nachwuchs etwas lauter“, so die Mülheimerin.

Autor:

Heike Marie Westhofen aus Mülheim an der Ruhr

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