Mensch lebte im falschen Körper
Endlich Hund

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Schon als Kind habe ich gespürt, dass ich wohl im falschen Körper bin, schon als ich auf allen Vieren auf dem Boden herumkrabbelte und jaulte, - wenn man mir auf die Finger trat. Am liebsten schlief ich auf der harten Kokosmatte neben Mohrle, dem kastrierten Ruhrgebietsmischling, mit dem ich mich wortlos gut verstand.
Dann aber begann der Leidensweg der Umerziehung zum Menschen mit Namen Franz, ganz gegen meine wahre Natur. Nur wenn ich mich besonders natürlich benahm, das Essen herunterschlang, an einen Baum pinkelte, jemanden anblaffte oder ins Bein biss, kam es vor, dass man schon mal „Du Hund!“ zu mir sagte. Nun, nach einem Leben voller Missverständnissen, habe ich mich doch noch entschlossen, mir von erfahrener Chirurgenhand endlich auch den meinem Wesen entsprechenden Körper plastizieren zu lassen. Ja doch, ich hatte mir das mit der Operation vorher gut überlegt. Es gibt ja dann, wenn das Fell zum Berner Sennenhund dicht ist, kein Zurück mehr. Aber auch ältere Hunde haben es in Deutschland in der Regel gut. Sogar die mit Migrationshintergrund werden als Nachbarn akzeptiert.
Übrigens höre ich jetzt gerne auf den Namen „Bernd“.
Ach, wie werde ich es genießen, mich nicht mehr für den ganzen Quatsch der Menschen interessieren zu müssen! Religion Politik, Corona. Stattdessen nur Streicheleinheiten! Endlich Hund! Wow!

Autor:

Franz B. Firla aus Mülheim an der Ruhr

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