Wohnungslosenhilfe der Diakonie auch in Lockdown-Zeiten
Hilfe für Obdachlose

Notschlafstellen bieten ein warmes Bett für Wohnungslose. Foto: Diakoniewerk
  • Notschlafstellen bieten ein warmes Bett für Wohnungslose. Foto: Diakoniewerk
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Die Ambulante Gefährdetenhilfe betreut als Wohnungslosenhilfe der Mülheimer Diakonie jedoch auch Menschen, die kein Zuhause haben. Auch jetzt, da das öffentliche Leben abermals heruntergefahren wird, bleibt das Team Ansprechpartner für Hilfe- und Ratsuchende.

„Wir sind die Wohnungslosenhilfe in Mülheim an der Ruhr und halten unsere Angebote auch in Corona-Zeiten aufrecht“, betont Andrea Krause, die die Ambulante Gefährdetenhilfe leitet. Denn die Menschen, die die Fachleute der Wohnungslosenhilfe betreuen, bringen – wie es fachlich richtig heißt – „besondere soziale Schwierigkeiten“ mit. Suchtmittel-Abhängigkeiten und damit einhergehende körperliche und psychische Erkrankungen verbergen sich etwa dahinter.
In Corona-Zeiten bedeutet das, dass viele Klient(inn)en der Ambulanten Gefährdetenhilfe zur Risikogruppe gehören. „Eine durchgängige, verlässliche und vor allem fachlich fundierte Betreuung ist da unerlässlich“, weiß Andrea Krause und fügt hinzu: „Seit Beginn der Pandemie bringen wir die aktuell gültigen Corona-Vorgaben mit den Bedürfnissen unserer Klient(inn)en in Einklang.“ Die Diplom-Sozialarbeiterin kann dafür eine Reihe Beispiele nennen: So verteilt die Mülheimer Diakonie bereits seit dem ersten Lockdown im Frühjahr kostenfrei Masken an die Klienten, damit sichergestellt ist, dass sie weiter am sozialen Leben teilnehmen können. 

Die Diakonie ist da!

Hinzu kamen Essenslieferungen an die von den Fachkräften des Diakonischen Werkes betreuten Notschlafstellen. Besonders wichtig sind lebenspraktische Hilfen wie die Ausgabe von Lebensmittel- und Kleiderspenden sowie die Unterstützung bei der Kontaktaufnahme zu Ämtern und Behörden. „Unsere Mitarbeitenden sind mit großem Engagement und Ideenreichtum zum Wohl der uns anvertrauten Menschen aktiv“, sagt Birgit Hirsch-Palepu als Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes.
Die Zentrale Beratungsstelle (ZBS) an der Auerstraße 47 ist unter Tel. 0208/302 45 -11 erreichbar, um Termine für ein persönliches Gespräch abzustimmen. Schutz- und Aufenthaltsraum ist die Teestube, Auerstraße 49. 

Waschen, Duschen, Schlafen

Unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsvorgaben bleibt der Treffpunkt werktäglich geöffnet. Direkt an die Teestube grenzt die Hygienestation, die Möglichkeit zum Waschen, Duschen und Wäschewaschen bietet. Das Angebot wird von einer Krankenschwester betreut, die zugleich weiterhin aufsuchende Krankenpflege anbietet.
Die Hygienestation kann nach vorheriger Anmeldung (Tel. 0208 – 302 45 -22) genutzt werden.
Unverändert in der Stadt unterwegs ist zudem Streetworker Lukas Brockmann. Er spricht Hilfebedürftige direkt an, bietet unbürokratische Hilfe und dient als Bindeglied zu den weiteren Angeboten der Ambulanten Gefährdetenhilfe. Auch Bürger, die hilfebedürftige Menschen im Stadtbild sehen, können sich an ihn werden: Tel. 0170 – 22 14 887.
Weitere Informationen zum Angebot der Ambulanten Gefährdetenhilfe und des Diakonischen Werkes im Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr gibt es im Internet auf: www.diakonie-muelheim.de

Autor:

Heike Marie Westhofen aus Mülheim an der Ruhr

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