Großes Bauvorhaben auf der A52
Ruhrtalbrücke wird abgerissen und neu gebaut

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Dass dem Mülheimer Süden in den kommenden Jahren ein riesiges Bauprojekt bevorsteht, ist schon seit geraumer Zeit bekannt. Nun wandte sich Straßen.NRW mit konkreteren Plänen zum Ersatzneubau der Ruhrtalbrücke an die Öffentlichkeit. Der Ausbau der A52 auf sechs Spuren wird durch eine neue Zwillingsbrücke gewährleistet. Die wird nicht vor 2030 fertig sein. Die Maßnahme kostet den Bund mindestens 285 Millionen Euro. 

Die ursprüngliche Ruhrtalbrücke wurde zwischen 1963 und 1966 gebaut. waren die Verkehrsplaner von 20.000 Autos pro Tag auf der Brücke im Mülheimer Süden ausgegangen. Mittlerweile sind es viermal so viele. Der Ausbau auf sechs Fahrstreifen ist unabdingbar. Die drei Jahre von einst werden diesmal nicht ausreichen. Frank Hinterlandt, Projektleiter bei Straßen.NRW geht von fünf bis sechs Jahren Bauzeit aus.

In diesem Zeitraum wird neben der bisherigen Brücke - ob nördlich oder südlich wird noch zu klären sein - eine zweite mit drei Spuren plus Standstreifen gebaut. Anschließend wird der Verkehr auf die neue Brücke umgeleitet - und die alte wird abgerissen. Anschließend entsteht ein zweiter Brückenabschnitt mit ebenfalls drei Spuren. "Es entstehen zwei getrennte Überbauten - für jede Fahrtrichtung eine", erklärt Hinterlandt. Wo heute ein Pfeiler steht, gibt es irgendwann zwei. Die Brücke wird insgesamt rund neun Meter breiter als bisher. Ansonsten soll sich am Erscheinungsbild möglichst wenig ändern. Höhe und Trassierung bleiben gleich.

Es gibt keine Vorgeschichte

Die Planer sind sich bewusst, dass sie eine besondere Maßnahme betreuen. Etliche landwirtschaftliche Betriebe, Gebäude und Höfe werden betroffen sein. "Wir wollen den Bau so vertraglich gestalten, wie möglich, denn er wird sehr präsent sein", sagt Frank Hinterlandt.

Deswegen wendet sich der Landesbetrieb Straßenbau auch schon früh an die Öffentlichkeit. Mit einem Dutzend Mitarbeiter war er am Donnerstag im Gemeindesaal von St. Laurentius in Mintard zu Gast, um den Anwohnern das Verfahren zu erläutern. "Es gibt im Gegensatz zu anderen Projekten keine Vorgeschichte, weil es eine sehr neue Maßnahme ist", erklärt der Projektleiter. Daher war es auch für ihn und sein Team spannend, welche Fragestellungen von den Bürgern thematisiert wurden.

Bürgerinitiative will sich wehren

Bis zur ersten Öffentlichkeitsveranstaltung sei es aus der Bevölkerung noch sehr ruhig gewesen. So zumindest der Eindruck von Frank Hinterlandt. Wie die WAZ berichtet, hat sich aber sehr wohl schon eine Bürgerinitiative gegründet, die gegen den Bau vorgehen möchte.

Unbeeindruckt davon soll die Planung bis zum kommenden Jahr abgeschlossen sein. Inklusive Genehmigung und Planfeststellungsverfahren wird der Baustart aber noch wenigstens vier Jahre dauern. Rechnet man die Bauzeit dazu, wird die neue Zwillingsbrücke nicht vor 2030 zur Fahrt freigegeben werden.

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