Mülheimer Woche-Leser waren begeistert von einer Führung durch die Hauptwache der Feuerwehr
Wenn der Ernstfall da ist: Verantwortung und Sorgfalt beim "Dienst am Menschen"

Brandamtsrat Thorsten Drewes hatte den Gewinnern unseres Preisausschreiben bei der Führung duch die Hauptwache der Mülheimer Feuerwehr eine Menge zu erzählen. Die Teilnehmer waren gleichermaßen begeistert und beeindruckt.    Foto: PR-Foto Köhring / AK
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  • Brandamtsrat Thorsten Drewes hatte den Gewinnern unseres Preisausschreiben bei der Führung duch die Hauptwache der Mülheimer Feuerwehr eine Menge zu erzählen. Die Teilnehmer waren gleichermaßen begeistert und beeindruckt. Foto: PR-Foto Köhring / AK
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„Mir tun zwar die Füße weh, aber mein Herz und mein Kopf sind voller toller Informationen und Eindrücke. Ich hätte was verpasst, wenn ich nicht dabeigewesen wäre.“ Diese Sätze fielen nach der Besichtigung der Hauptwache der Mülheimer Feuerwehr-Hauptwache an der Alten Dreherei mehr als einmal.

Gut 20 Frauen und Männer fast aller Altersgruppen hatten das Glück, in das Innenleben einer der modernsten und leistungsstärksten Feuerwachen Deutschlands zu blicken. Bei einer großen Teilnehmerzahl an einer Verlosung der Mülheimer Woche war ihnen die „Glücksfee“ wohlgesonnen. Und was ihnen Brandamtsrat Thorsten Drewes, der keine Frage unbeantwortet ließ, mit auf den Weg gab, bleibt wohl lange haften.

„Das war zwischen Erinnerungen, Erlebnis und Abenteuer angesiedelt“, sagte Karl Eckholt. Erinnerungen, weil er in früheren Zeiten zehn Jahre lang seinen Ersatzdienst bei der Feuerwehr geleistet hat und zwischen 1972 und 1982 mindestens einmal die Woche in der alten Wache an der Aktienstraße „zuhause“ war. Das sei eine ganz schön lehrreiche und spannende Zeit gewesen. Erlebnis, „weil ich mir die neue Wache so nun gar nicht vorgestellt habe. Ich bin schwer beeindruckt.“ Und ein Abenteuer war es für ihn und die anderen Teilnehmer, weil man in manchen Räumen so hautnah mit der schweren, verantwortungsvollen, höchst wichtigen und sinnvollen Arbeit der Feuerwehrmänner konfrontiert war, dass man sich fast selbst „im Einsatz“ fühlte.

Vorbildliche Ausbildungs-
und Trainingsmöglichkeiten

Feuerwehrmänner? „Ja, unter unseren 250 Leuten gibt es gerade mal vier Frauen“, erläutert Thorsten Drewes, „das hat aber nichts damit zu tun, dass wir keine Frauen haben wollen oder diese bei den Einstellungstests durchfallen, wir haben einfach sehr wenige Bewerbungen von Frauen.“ Vielleicht liege das auch daran, dass man vor der Bewerbung bei der Feuerwehr eine abgeschlossene handwerkliche Berufsausbildung haben müsse. Und der Frauenanteil im Handwerk sei halt immer noch relativ gering.

Bei dem geplanten einstündigen Rundgang, aus dem dann gute zwei Stunden wurden, wurde schnell ersichtlich, warum Drewes augenzwinkernd von der wohl schönsten und modernsten Feuerwache Deutschlands sprach. „Wir nehmen sogar Geld ein“, berichtet er, denn kleinere Wachen aus der gesamten Bundesrepublik, die nicht über so vorbildliche Ausbildungs- und Trainingsmöglichkeiten verfügen wie die Mülheimer Hauptwache, würden ihre Leute hierhin schicken, um für den Ernstfall zu üben.

Beispiele hat er genug auf Lager. Wie geht man mit auslaufenden Chemikalien um? Wie mit Kobras, Skorpionen oder Vogelspinnen? Welche neuesten Geräte gib es zu testen, die letztlich den Feuerwehrleuten die Arbeit erleichtern? Mülheim hat für alles die helfenden Antworten. Eine Realbrandanlage mit realistischem Feuer bis zu 1.000 Grad Hitze, ein Baumsägesimulator oder ein Tauchbecken zur intensiven Vorbereitung auf Einsätze in Gewässern stehen ebenso wie ein „vernebelter, stockfinsterer Krabbelraum“ zur Verfügung.

Bei 50.000 Notrufen im Jahr
zählt manchmal jede Sekunde

„Reiseführer“ Thorsten Drewes, bei der Mülheimer Feuerwehr auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, hat keine Geheimnisse und füllt nackte Zahlen mit Leben: „In unserer rund um die Uhr besetzten Leitstelle gehen im Jahr gut 50.000 Notrufe ein, die etwa 40.000 Einsätze zur Folge haben, das sind etwa 100 am Tag.“ Es gibt schwerere und leichtere Einsätze. Ein Notarzt aus den Mülheimer Krankenhäusern ist ständig einsatzbereit und wird von der Wache schnell benachrichtigt und angefordert. Drewes: „Unsere Selbstverpflichtung, etwa bei einem Brand innerhalb von acht Minuten am Einsatzort zu sein, erfüllen wir immer.“ Deshalb gibt es auch neben der Hauptwache mit zwei Ausfahrten über die Duisburger- und die Xantener Straße noch die Wache in Heißen, um wirklich im Ernstfall schnell und einsatzbereit vor Ort zu sein.

Wie bestellt ertönt plötzlich eine Lautsprecherdurchsage. Ein konkreter Einsatz steht bevor. Die fast legendäre Rutschstange wird benutzt. Innerhalb einer Minute ist das Einsatzfahrzeug startklar. Hilfe und Eile tun gleichermaßen Not. So „ganz nebenbei“ dürfen unsere Gewinner in das Innere der verschiedensten Fahrzeuge blicken und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auch Schläuche wickeln oder mal die schwere Ausrüstung schleppen dürfen die Teilnehmer der Exklusivführung.

Auch und gerade der jüngste Teilnehmer ist begeistert. Torben Düllmann (9 Jahre) hat sich an der Verlosung beteiligt, gewonnen und Schwester Leonie (8) und Vater Andreas im Schlepptau, Er ist von seinem Wunsch, einmal Feuerwehrmann zu werden, keinen Deut abgerückt. „Das war ja richtig toll“, schwärmt er. „Davon wird er noch lange was zu erzählen haben“, ergänzt sein Vater. Alle anderen Teilnehmer aber auch. „Immer wenn ich demnächst ein Einsatzfahrzeug sehe, denke ich an diese tolle Führung“, sagt Barbara Rosendahl.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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