Naturbad Styrum fürchtet wegen Chlorung um weitere Beeinträchtigungen
"Wir warten und beten"

Dustin Radde, Leiter des Naturbades Styrum.
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In einer Sitzung des Krisenstabs am vergangenen Dienstag sollte die Verunreinigung der Trinkwasserbelastung im Wasserwerk Styrum durch Bakterien geklärt werden.

Bei einer routinemäßigen Kontrolle war am Samstag, 19. Juni, gegen Abend in einer Probe am Ausgang des RWW-Wasserwerks in Styrum eine bakterielle Verunreinigung des Trinkwassers festgestellt worden. Das Mülheimer Gesundheitsamt teilt mit, dass alle Nachproben des Trinkwassers aus dem Wasserwerk Mülheim-Styrum der RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft keine Verunreinigung durch E. Coli-Bakterien zeigen.
RWW hat nach Abstimmung mit den betroffenen Gesundheitsämtern noch am späten Samstagabend vor dem Einsatz von Chlor und anschließend im Verlaufe des Sonntags und Montags Proben genommen, um den positiven Befund zu überprüfen. Die Proben wurden verteilt über das Stadtgebiet von Mülheim, Oberhausen und Bottrop sowie im Wasserbehälter Hösel genommen.
Die jetzt vorliegenden Analyseergebnisse sind allesamt unauffällig und weisen keinerlei bakterielle Verunreinigung auf. Die Nachproben konnten somit das vorliegende Ergebnis nicht bestätigen. Eine einzige Stichprobe an einem der beiden Trinkwasserbehälter war zuvor auffällig gewesen. Als Vorsichtsmaßnahme hatte das Gesundheitsamt ein begrenztes Abkochgebot und eine Chlorung nach Trinkwasserverordnung eingesetzt.

Chlordosierung war notwendig

Auf Basis der jetzt vorliegenden Ergebnisse empfiehlt das Gesundheitsamt Mülheim der RWW, die Chlordosierung des Trinkwassers sukzessive und behutsam zu reduzieren. Dieser Prozess soll mit einer umfangreichen Messreihe begleitet werden, um die einwandfreie Qualität des Trinkwassers zu überwachen. Sollten alle weiteren Ergebnisse unauffällig sein, kann auf die Chlordosierung zum Wochenende verzichtet werden.
Krisenstabsleiter Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort ließ sich nochmals bestätigen, dass keine lebensgefährdende Situation für die Bürger eingetreten sei und die eingeleiteten Maßnahmen der Chlorung des Trinkwassers sofortige Wirkung gezeigt hätten. „Wir verweisen hier gerne auch nochmals auf unseren Internetbeitrag auf www.muelheim-ruhr.de, wo Antworten auf die meist gestellten Fragen gegeben werden“, so Steinfort.
"Wir können nur von Tag zu Tag schauen, warten und beten, dass sich die Schilfpflanzen wieder erholen und ihre Aufgabe erledigen können. Zum jetzigen Stand sieht es jedenfalls besser aus, so dass wir optimistisch sind", so Dustin Radde, Leiter des Naturbades Styrum. Das Bad musste am Sonntag geschlossen werden und bleibt auf jeden Fall bis Donnerstag zu, da die empfindlichen Schilfpflanzen in den Reinigungsbecken Chlor nicht vertragen. Bis dahin sollten Ergebnisse vorliegen, ob sich die Pflanzen erholen.

Was ist Chlorung?

Die Chlorung ist das Zusetzen von Chlor oder Chlorverbindungen zum Wasser zur Desinfektion des Trinkwassers. Chlor (Cl) ist ein Gas.

Gesundheitliche Folgen?

Die Chlorung ist ein Standardverfahren nach den Vorgaben der zur Desinfektion von Trinkwasser. Bei Konzentrationen von 0,1 bis 0,3 Milligramm (mg) Chlor pro Liter Wasser ist mit keinen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit zu rechnen. Bei dieser Konzentration ist der Genuss von Trinkwasser selbst bei einem lebenslangen Konsum unbedenklich. Wann das Naturbad wieder geöffnet wird, ist derzeit noch unklar.

Dustin Radde, Leiter des Naturbades Styrum.
Noch vor wenigen Tagen konnten Badegäste entspannt im Naturbad Wasser und Sonne genießen.
Autor:

Heike Marie Westhofen aus Mülheim an der Ruhr

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