Waschbären Saarner Aue beobachten und Umweltamt melden
Problembären in Mülheim?

Mülheim scheint ein Problem mit Waschbären zu haben: Die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet hat im April 2019 festgestellt, dass die Brutaktivitäten der Mülheimer Graureiher-Kolonie an der Tongrube Rotkamp vollständig zum Erliegen gekommen sind.

Da bekannt ist, dass Waschbären starke Verluste bei koloniebrütenden Vogelarten verursachen können, wurden Untersuchungen zum Vorkommen von Waschbären in der Saarn-Mendener Ruhraue vorgenommen.
Durch die Einrichtung von Wildtierkameras konnten ab Juni mindestens vier erwachsene Waschbären und drei Jungtiere in dem Bereich Tongrube Rotkamp, Ruhrstrand bis Kellermanns Loch nachgewiesen werden. Es ist davon auszugehen, dass weitere Waschbären vorhanden sind. Da eine Beteiligung der Waschbären am Zusammenbruch der Graureiher-Brutkolonie sehr wahrscheinlich ist, müssen Maßnahmen zum Schutz der Kolonie umgesetzt werden.

Wildtierkameras fotografieren Waschbären 
Um zu ermitteln, wie viele Waschbären sich in Mülheim aufhalten, werden die Untersuchungen mit Wildtierkameras fortgeführt.
Hinweise aus der Bevölkerung zu Waschbären und deren Spuren werden gerne entgegengenommen. Aus dem Management- und Maßnahmenblatt zum Waschbären können zum Beispiel Schutzmanschetten an Bäumen angebracht werden, um das Plündern von Vogelnestern durch Waschbären zu verhindern.
Waschbären, die sich in Privathaltung befinden, sind unter Verschluss zu halten und dürfen sich nicht fortpflanzen. Ob eine gezielte Bejagung der Art wie etwa in Duisburg nötig und möglich ist, wird zurzeit noch geprüft.

Erhöhte Aufmerksamkeit: Gejagt wird nicht!
Die aktuelle Situation erfordert zumindest eine erhöhte Aufmerksamkeit und verantwortungsbewusstes Handeln. Nicht nur Graureiher, sondern auch die übrigen Vogelarten entlang der Ruhraue und in den Parkanlagen in Mülheim sind in Zukunft genau im Blick zu halten, um Bestandseinbrüche frühzeitig festzustellen.
Das Umweltamt bittet Hinweise auf Waschbären umgehend bei der Unteren Naturschutzbehörde oder der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet zu melden.
Weiterführende Informationen gibt es unter neobiota.bfn.de/. Ansprechpartner im Umweltamt sind Daniela Specht, Telefon: 455-7035, und Gabriele Wegner, Amt für Umweltschutz, Telefon: 455-7020. Dieses Weibchen hat es sich schmecken lassen in den Saarner Auen. Foto: privat

Autor:

Heike Marie Westhofen aus Mülheim an der Ruhr

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