10.000 Menschen im RRZ evakuiert

Im Krisenzentrum bereiten sich alle beteiligten auf den möglichen Ernstfall vor.
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  • Im Krisenzentrum bereiten sich alle beteiligten auf den möglichen Ernstfall vor.
  • Foto: Berufsfeuerwehr Mülheim
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Eine Bombendrohung für das Rhein-Ruhr-Zentrum (RRZ) führt am Sonntag, 5. Januar, zur Evakuierung des gesamten Areals. Rund zehntausend Menschen bummeln über den Antik- und Trödelmarkt.

Um 12.15 Uhr bittet das RRZ die Besucher, das Gelände wegen „eines technischen Defekts“ zu verlassen.

Was die Besucher nicht wissen: Beim Verfassungsschutz in Düsseldorf ist kurz zuvor eine Bombendrohung eingegangen. Demnach wollen Unbekannte zwei Sprengstoffkoffer auf dem Trödelmarkt explodieren lassen.
Unter den Augen der Polizei verlassen die Menschen den Trödelmarkt. Die Zufahrten sind gesperrt, Einsatzkräfte mit Sprengstoffspürhunden suchen nach den angeblichen Koffern. Gefunden wird nichts. Der Besucherabfluss am RRZ verläuft nach Angaben der Polizei geordnet. Es kommt jedoch zu Verkehrsbehinderungen.

Zeitgleich tritt der städtische Krisenstab zusammen. Ordnungsamt, THW, DRK, Feuerwehr, DLRG, Johanniter und die Notfallseelsorge planen den Katastrophenfall. Binnen kurzer Zeit aktivieren sie 750 Helfer. Alle Mülheimer Krankenhäuser sowie die in der Umgebung sind alarmiert - freie Betten werden vorsichtshalber "geordert".

Löschzüge, Stromerzeuger, Lichtmasten, Bergungs- und Räumgeräte und vor allem Krankenwagen stehen bereit. Außerdem sind die Hilfsdienste in den Nachbarstädten alarmiert.

An der Feuerwache 2 in Heißen, an der Hansastraße und auf der Hauptwache warten die Helfer auf den möglichen Einsatz. Das Kreisauskunftsbüro richtet an der Feuerwache die Personenauskunftsstelle ein.

„Das Sicherheitskonzept, das die Stadt für diese Art von Veranstaltungen dem Veranstalter des Trödelmarkts am RRZ aufgegeben hat, hat sich bewährt“, sagt der Leiter des städtischen Krisenstabes, Stadtdirektors Dr. Frank Steinfort.

Besucher des Antik- und Trödelmarkts sehen die Evakuierung eher kritisch. Im Internet weisen sie auf Mängel hin. Besonders kritisch sehen Betroffene die Tatsache, dass Veranstalter und Polizei den wirklichen Grund der Räumung verschweigen.

Um 19 Uhr endet der Spuk: Die Polizei gibt Entwarnung. Gegen den noch unbekannten anonymen Anrufer ermittelt nun die Kriminalpolizei.

Bombendrohung

Im Krisenzentrum bereiten sich alle beteiligten auf den möglichen Ernstfall vor.
Rings um das Rhein-Ruhr-Zentrum stehen die Hilfskräfte bereit.
Autor:

Dirk-R. Heuer aus Hilden

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