NRW-Staatssekretär unternahm mit dem OB einen Rundgang durch Mülheims Innenstadt
"Auch Alteingesessenes muss neu erfunden werden"

Beim Rundgang durch die Mülheimer City mit OB Marc Buchholz und City-Managerin Gesa Delija hat NRW-Staatssekretär Dr. Jan Heinisch Eindruck erhalten, wie die Stadt mit den Fördermitteln des Landes einsetzt.
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  • Beim Rundgang durch die Mülheimer City mit OB Marc Buchholz und City-Managerin Gesa Delija hat NRW-Staatssekretär Dr. Jan Heinisch Eindruck erhalten, wie die Stadt mit den Fördermitteln des Landes einsetzt.
  • Foto: Walter Schernstein
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Mülheim nimmt am Förderproramm des Landes NRW zur Stärkung zur Innenstädte teil. Dabei geht es um Geld, vor allem aber um Ideen, dieses sinnvoll einzusetzen. Über den Ist-Zustand und die weiteren Pläne hat sich Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, vor Ort informiert.

Ein kurzes Vorgespräch im Büro von OB Marc Buchholz, und ging es los auf die Straßen und die Läden der Mülheimer City. Probleme wurden beim Rundgang offen angesprochen, aber auch Aktionen und Maßnahmen, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft machen. Der Oberbürgermeister, City-Managerin Gesa Delija und Stadtplaner Daniel Bach führten den Gast, der natürlich wissen will, was mit den Landesgeldern gemacht wurde und wird. Beim Reden blieb es nicht, Beispiele vor Ort wurden angesteuert, Probleme und positive Lösungsansätze sichtbar gemacht.

„Früher war alles besser“. Diesen Satz, den auch viele Mülheimer oft auf den Lippen haben, kann der OB schon nicht mehr hören. Zwar gibt er zu, dass es teilweise zutreffe, dass es früher chic und attraktiver gewesen sein, in die City zu fahren. Heute gebe es eine Fülle von Alternativen. Das ist nach seiner Auffassung aber kein Mülheimer Problem allein, sondern eine Tatsache, mit der fast alle Innenstädte zu kämpfen hätten.

Anreize schaffen

Die Herausforderung sind klar und deutlich, meint auch City-Managerin Gesa Delija. Leerstände, hohe Mieten, ein Handel im Wandel, geänderte Freizeitaktivitäten, hohe Mieten in City-Lagen und wenig Anreize, sich mal länger in der Innenstadt aufzuhalten, sind ihrer Meinung nach Gründe, die ein schnelles, allerdings zielorientiertes Handeln erfordern.

Dass Mülheim da auf einem guten Weg, hat der Staatssekretär Heinisch bestätigt und sogar betont, dass das längst nicht in allen geförderten Städten der Fall sei. Beeindruckt ist er von den spürbaren Innovationen im Wallviertel., das inzwischen zu einer eigenen „Marke“ geworden ist. Auf der Homepage www.wallviertel.de zeigen sich die dortigen Händler, Gewerbetreibenden und Dienstleister als eine große Gemeinschaft, die miteinander den Bereich aufwerten wollen. Dort gibt es längst die vielen kleinen Schritte, die letzten Endes zum großen und guten Ganzen führen.

„Es gibt hier in unserer Stadt mutige und kreative Menschen, die mit neuen, tollen Ideen „Schwung in den Laden“ bringen, auch auch gerade in ihre eigenen Läden. Das wurde etwa beim Besuch des „Work Inn“ im Schloßstraßen-Quartier ersichtlich. Was Dörte und Tim Schabsky mit Alexander Barth, Gründer von Smartwerk, ihren Besuchern erzählten, ordnete Heinisch in die Kategorie „Hier bewegt sich was“ ein.

Neue Chancen

Dass auch Alteingesessenes durchdacht, überprüft und teilweise neu erfunden werden muss, unterstrich Thorsten Ritter, Inhaber der Tanzschule Ritter und erinnert an den alten Sinnspruch „Wer nicht der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Corona habe die Lage nicht einfacher gemacht, aber man könne jetzt mit neuen Ideen starten und unter Einhaltung der jeweils geltenden Regeln Wege raus der Corona-Lethargie aufzeigen.

Von Corona betroffen war uns ist auch der Unverpacktladen „Püngel & Prütt“, wie Lara Weyers dem Staatssekretär und dem OB berichtete. Die Stadt werde prüfen, was da individuell zu machen sei, so der OB, der gleich eine Idee hatte. Die nächste Bürgermitwirkungsveranstaltung könne ja dort stattfinden. Multiplikatoren der guten Idee gebe es dann in jedem Fall.

Der Besuch des Staatssekretärs hat Probleme aufgezeigt, aber auch Chancen eröffnet. „Wir haben da mit offenen Karten gespielt“, sagt Marc Buchholz. „Die Stadt“, so Jan Heinisch, „hat ihre Chancen ergriffen und wird sie weiter nutzen. Davon habe ich mich jetzt persönlich überzeugt.“

Die Planer haben künftig auch eine Aufwertung der „nicht gerade prickelnden Grün-Situation in der Innenstadt“ auf dem Schirm. Auch daran werde man arbeiten und möglichst viele Bürger in die Entscheidungsprozesse einbeziehen.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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