IG will sich weiterhin für den Erhalt von Friedhöfen einsetzen
Bürgerinitiative bleibt am Ball

IG Friedhof statt Streithof will sich weiter einbringen Der vielseits umstrittene Ratsbeschluss zum „Entwicklungsplan für die Friedhöfe der Stadt Mülheim an der Ruhr“ (FEK) vom Oktober 2017 wurde durch den Stadtrat am 27. Juni mit großer Mehrheit geändert. Dies ist von den anwesenden Mitgliedern der Bürgerbewegung „IG Friedhof statt Streithof“ mit sehr großer Freude und Dankbarkeit aufgenommen worden. Zukünftig auch im Peripheriebereich der Friedhöfe uneingeschränkt „Nachbestattungen“ vornehmen zu dürfen, hat zu großer innerer Entlastung und „Seelenfrieden“ bei den Betroffenen geführt. Damit ist der Streit zunächst befriedet worden.

Im Nachgang zu der Ratssitzung haben sich die Mitglieder der Initiative getroffen, um zu beraten, wie man weiter vorgehen will. Dabei wurde durch die anwesenden Betroffenen einstimmig beschlossen, sich weiterhin voll einzubringen und die Umsetzung des Friedhofsentwicklungskonzeptes bis zum Schluss zu begleiten. Der Wunsch einer weitergehenden Kooperation und gemeinsamen Bearbeitung des Themas wurde nicht zuletzt auch von Stadtverordneten, mit denen die IG bereits Gespräche geführt hatte, an die Bürgerbewegung herangetragen.

Noch viele Fragen offen

"Dass dies hilfreich, ja notwendig ist, hat auch die umfangreiche Diskussion der Ratsversammlung zu diesem Thema gezeigt. Spätestens hier war erkennbar, dass die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Politik als Interessensvertretung der Bürger in Mülheim äußerst unzufriedenstellend, ja mangelhaft ist. Das vorhandene Misstrauen auf Seiten einiger Ratsmitglieder und Bürger basiert auf nicht ausreichender Transparenz bis hin zu deutlich erkennbarem manipulativem Verhalten. Diesbezüglich stellt sich auch die Frage, ob nicht dem Stadtrat bei der bisherigen Vorgehensweise der Verwaltung das Zepter aus der Hand genommen wurde", fasst Dieter Rohde, Sprecher der Initiative, seine Eindrücke zusammen.

Nachdem erst in diesen Wochen die breite Diskussion zum Friedhofskonzept begonnen hat, sind für die Betroffenen noch viele Fragen zu klären, zu beantworten und zu beschließen. Die Naheliegendste ist die Frage, wann die 4000 betroffenen Familien und Nutzungsberechtigten über den aktuellen Sachstand angemessen informiert werden. Außerdem will die Bürgerinitiative wissen, was die Verwaltung gegenüber denjenigen Familien und Nutzungsberechtigten veranlasst, die seit April 2018 von der vorauseilenden Vorgehensweise der Friedhofsverwaltung betroffen sind, insoweit das Konzept der Verwaltung bereits angewendet wurde?

Die IG möchte über das langfristige, generationsübergreifende Gesamtkonzept informiert werden. Ökonomische Aspekte allein seien bei diesem Konzept keineswegs ausreichend. Deswegen sei zu fordern, dass kulturelle, ökologische, stadtplanerische Maßnahmen, die auch von den nachfolgenden Generationen mitgetragen werden können, hier gleichrangig zu berücksichtigen sind.

Autor:

Lokalkompass Mülheim aus Mülheim an der Ruhr

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