Wahlkampf
Cevat Bicici hofft auf Unterstützung im künftigen Mülheimer Stadtrat

Cevat Bicici ist Einzelkämpfer im Stadtrat. Nach der Wahl erhofft er sich eine Dreierfraktion.
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  • Foto: PR-Fotografie Köhring
  • hochgeladen von Marcel Dronia

Seit 2013 sitzt Cevat Bicici für das Wählerbündnis „Wir aus Mülheim“ im Stadtrat. Er ist aktuell der einzige Einzelkämpfer im kommunalen Parlament. Seinen Status würde er in der kommenden Wahlperiode gerne ausbauen. „Wir streben ganz klar eine Dreierfraktion an“, sagt der 59-Jährige selbstbewusst.

Obwohl jede Menge neue Konkurrenz in den Rat drängt, bleibt Cevat Bicici optimistisch. „Wir sind ja schon seit 2004 im Rat. Die Menschen wissen, was sie an ,Wir aus Mülheim‘ haben, sie kennen unser Rückgrat“, sagt der Styrumer.

Bicici betont, dass er Politik mit den Menschen zusammen mache und nicht als ihr reiner Stellvertreter. „Als Einzelkämpfer im Rat ist es nie leicht, wenn man von seinen Überzeugungen nicht abrücken will“, sagt der Lokalpolitiker, der als Jugendlicher mit seiner Familie aus der Türkei nach Mülheim kam.

Bicici braucht "kein künstlich erschaffenes Bündnis"

Das habe ihn aber nur noch bestärkt. „Ich habe den Wählerwillen bisher gut erfüllt. Ich habe immer sachorientiert gearbeitet und nur dann mit anderen zusammengearbeitet, wenn sich Überschneidungen ergeben haben“, fasst der 59-Jährige seine Ratsarbeit zusammen. Dafür brauche es „kein künstlich erschaffenes Bündnis“.

Einer der Hauptschwerpunkte von „Wir aus Mülheim“ ist der ÖPNV. „Das ist ein Aushängeschild für eine Stadt, die sich Klimastadt nennt“, sagt Bicici. Es könne nicht sein, dass immer wieder Strecken abgebaut und teure Gutachten in Auftrag gegeben werden. „Wenn die Menschen vom Individualverkehr auf den ÖPNV umsteigen sollen, dann müssen Sie auch das Angebot verbessern“, fordert Bicici.

Nachholbedarf beim sozialen Wohnungsbau ausgemacht

Großen Nachholbedarf sieht er auch beim sozialen Wohnungsbau. „Neubauten finden ja nur noch im hochpreisigen Segment statt“, hat der Lokalpolitiker beobachtet. Immer mehr Wohnungen fielen aus dem sozialen Segment heraus. „Wohnraum gehört aber zu einem menschenwürdigen Leben. Es kann nicht sein, dass nur die Profitgedanken im Vordergrund stehen“, ärgert sich Bicici. „Wir aus Mülheim“ setze sich für eine 50 %-Quote für öffentlich geförderte Wohnungen ein.

Was den Lokalpolitiker besonders ärgert, ist die Tatsache, dass immer mehr Menschen am Ende ihres Lebens in Altersarmut landen. „Sie sind dann auf Grundsicherung angewiesen und fast gezwungen ihre Wohnung und damit ihr soziales Umfeld zu verlassen“, weiß der „Wir aus Mülheim“-Mann.

Forderung: Mindestlohn auf wenigstens 13 Euro anheben

Das dies trotz guter Arbeit passiert, kann Cevat Bicici nicht einfach so hinnehmen. „Wir müssen den Mindestlohn auf mindestens 13 Euro aufstocken“, fordert er. Zudem müssten Minijobs und befristete Arbeitsverhältnisse reduziert werden. „Manche Menschen hangeln sich von einem befristeten Arbeitsverhältnis zum anderen. Dabei würden sie die Gesellschaft doch auch entlasten, wenn sie nicht mehr auf Transferleistungen angewiesen wären“, findet Bicici.

Als Wählerbündnis sehen sich Bicici und „Wir aus Mülheim“ als Sprachrohr für die Bürger. „Wir haben immer noch Spaß an der Sache, weil es etwas ist, bei dem man nicht locker lassen darf – auch wenn es viele Dinge gibt, wo man dicke Bretter bohren muss und gegen Wände läuft.“

Autor:

Marcel Dronia aus Mülheim an der Ruhr

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