Neue Wege braucht das Land
Das Ende der gleisgebundenen Straßenbahn?

Die unflexible Straßenbahn.
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Ein funktionierender öffentlicher Personennahverkehr ist ein möglicher Schlüssel zu etlichen Lösungen aktueller Probleme, wie die verstopften Straßen und Autobahnen oder der Schutz vor Lärm und Feinstaub sowie die Reduzierung von Kohlenstoffdioxid. Im Ruhrgebiet widerspricht das momentane Patchwork den modernen Anforderungen an den ÖPNV.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Hat die gute alte Straßenbahn ihren Zenit überschritten? Ist das gleisgebundenen Gefährt für die moderne Zeit zu alt und zu unflexibel? Wenn ja, dann liegt das sicherlich nicht am Modell, das trotz seiner antiquarischen Erfindungshöhe den modernen Anforderungen der Fahrgastbeförderung entspricht und außerdem noch über einen umweltschonenden Antrieb verfügt. Das Problem ist wohl eher die Bindung an die Schiene. Die Wege der Menschen haben sich maßgeblich verändert und das Zentrum einer Stadt ist nicht mehr der Nabel der Welt. Das Schienennetz ist aber genau das, ein Netz das sich von der Peripherie Richtung Zentrum verdichtet und äußerst statisch daherkommt.

Die Menschen der Gegenwart bewegen sich aber kreuz und quer sowie im überwiegenden Fall über die Stadtgrenzen hinaus. Da ist der Individualverkehr aktuell die bessere Alternative. Nur ein öffentlicher Personennahverkehr, der die neuen Bewegungsströme zeitnah und flexibel abbilden kann, hat eine Zukunftschance. Da ist der Bus wohl eher das geeignete Mittel. Dieses Vehikel benötigt keinen zusätzlichen Straßenraum, wie häufig bei einer Tram, verlässt in der Regel beim Zwischenstopp die Straße und behindert so kaum den fließenden Verkehr. Das bietet gleichzeitig mehr Sicherheit für die Fahrgäste beim Ein und Aussteigen. Streckeneinrichtungen, -verlegungen oder -streichungen sind einfach und schnell durchführbar.

So ein Bus, der auch noch elektrisch betrieben wird, könnte sich, mit ein wenig Planung und Technikeinsatz, der vorhandenen Oberleitungen bedienen um Energie aufzunehmen. Die Einrichtung der durch die Oberleitungen gespeisten Ladestationen an den Endpunkten wäre ebenfalls denkbar.

Nun noch intelligente Anbindungen an den öffentlichen Fernverkehr. In diesem Zusammenhang wäre es hilfreich, den Ausbau des Rhein-Ruhr-Express schnell und konsequent voran zu treiben.
Neben den vorhandenen Angeboten gilt es auch neue Formen der Personenbeförderung zu etablieren, die den Individualverkehr und den ÖPNV sinnvoll ergänzen können. Hier ist Kreativität gefragt.

Neue Wege braucht das Land. Die Zeit bleibt nicht stehen und der Mensch eben auch nicht.

Foto-Quelle RRX: https://www.rrx.de/newsroom/fotos-infografiken.html

Autor:

Friedhelm Tillmanns aus Mülheim an der Ruhr

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