Der ADFC fordert eine Rampe an der Bahnstraßen-Auffahrt zum Ruhr-Rad-Schnellweg

V.l. Gudrun Fürtges und Axel Hercher
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  • Foto: PR-Foto Köhring/AK
  • hochgeladen von Regina Tempel

Gute Nachricht für die Fahrradfahrer, die von der Bahnstraße aus auf den Radschnellweg Ruhr wollen. Nach 80 Tagen Pause, wegen technischen Defekts, kann man dort wieder auf und ab fahren. Doch Carsten Voß, Bernhard Hehn und Axel Hercher vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub trauen dem Braten nicht.

„Wir wissen aus der Vergangenheit, dass der seinerzeit für 245.000 Euro installierte Aufzug störanfällig ist“, sagt ADFC-Schatzmeister Hercher. „Ähnliche Probleme kennen wir von den Aufzügen an den Bahnhöfen“, ergänzt Herchers Vereinskollege Voß, der hauptberuflich als Werkstattleiter in der Radstation am Hauptbahnhof arbeitet.

Deshalb macht sich der ADFC für eine Rampenlösung an der Radwegauffahrt an der Bahnstraße stark. Die Grünen haben im Stadtrat eine entsprechende Anfrage an die Bauverwaltung gestellt. Doch die zeigt sich mit Blick auf eine Rampe an der Bahnstraße skeptisch, verweist, laut Hercher, auf Kosten von 490.000 Euro und warnt vor einer rampenbedingten Blockade der Bahnbögen unter dem Radschnellweg. Denn die Rampe, so die Verwaltung, müsse mindestens 115 Meter lang sein, um ihren Zweck erfüllen zu können.
Die Platz- und Finanz-Argumente zweifelt ADFC-Mann Hercher an. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub will jetzt auf der Grundlage von Erkenntnissen aus den Niederlanden platz- und kostensparende Lösungen für eine Rampe an der Radewegauffahrt Bahnstraße erarbeiten. Möglich wären eine 90-Grad-Rampe, einer serpentinenförmige Rampe oder eine spiralförmige Rampe.

Hercher favorisiert die letzten beiden Formen, die besonders platzsparend seien und den Verkehr an der Bahnstraße in keiner Weise behindern würden.
Hercher und Hehn sind sich einig, dass eine Rampe zum Radschnellweg diesen noch attraktiver machen und den bescheidenen Vier-Prozent-Anteil der Radfahrer am Stadtverkehr steigern könnte. Hinzu kommen müssten nach Hehns Ansicht klar voneinander abgetrennte Fahrbahnen und Gehwege für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger, wie sie in den Niederlanden mit Erfolg angelegt worden seien. (T.E.)

Autor:

Thomas Emons aus Mülheim an der Ruhr

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