Hamsterkäufe in Sicht?
Fleisch wird zum Luxusartikel

Preiswerte Geldanlage mit hoher Rendite?

Nach 2 Jahren Ruhe: seinerzeit von diversen Ministerien als Nonsens abgeschmettert, ist sie jetzt offenbar wieder salonfähig, die Debatte um die Fleischpreise.

Immer dann, wenn es darum geht Probleme zu lösen, die die Bürger, die Verbraucher, die Autofahrer, die Kranken, etc., also die Menschen betreffen, werden Unvernunft, Verantwortungslosigkeit und Verweigerung unterstellt um, als einziges Allheilmittel, die Steuer- und Abgabenkeule auszupacken. Eine zweckentfremdete Verwendung der so erbeuteten Mittel ist so gut wie sicher. Leittragende sind in der Regel die Endverbraucher. So auch im Fall des vermeintlich zu billigen Fleisches das angeblich massenhaft und unmäßig verzehrt, da viel zu billig vermarktet wird.

In einem freien Land mit erwachsenen, selbständigen und freien Bürgern regeln Bedarf, Angebot und Nachfrage den Preis. In einer sozialen Marktwirtschaft greift der Staat, da wo es zum Nutzen der Bürger nötig ist, regulierend ein. Das kann auch durch Besteuerung des Konsumenten geschehen aber nicht immer und überall. Art, Umfang und Qualität der Nahrung zu bestimmen gehört wohl zu den grundlegenden Freiheiten jedes Bürgers. Bevormundung ist hier unangebracht.

Massentierhaltung und Tierschutz für eine solche Maßnahme heranzuziehen klingt geradezu lächerlich. Der Umstand, dass dann weniger Tiere die gleichen Schicksale erleiden, rechtfertigt dieses Vorgehen nicht. Es führt nur dazu, dass die Einkommensschwachen weniger oder gar miese Ware bekommen und die Besserverdienenden die Filets. Fleisch wird so zum Luxusartikel.

Die gewünschte Regulierung muss erfahrungsgemäß auch bei einer „Abschrecksteuer“ nicht greifen. Strom, Benzin, Alkohol und Zigaretten seien hier stellvertretend genannt.

Unabhängig der hochstilisierten oder auch tatsächlichen Probleme der letzten Jahre ist immer wieder zu beobachten, dass das Pferd vorzugsweise von hinten aufgezäumt wird, die Symptome behandelt jedoch die Ursachenforschung sowie deren Beseitigung konsequent ausgeschlossen werden.

Tolle Wurst!

Den neuerlichen Initiatoren dieser Attacke wird empfohlen mal den Armutsbericht aufmerksam zu studieren, die Einkommensentwicklungen genauer unter die Lupe zu nehmen, die Alterseinkünfte zu analysieren und der Fleischindustrie besser auf die Finger zu schauen.

Greenpeace hat zu diesem Thema bereits eine Studie mit Verbesserungsvorschlägen veröffentlich, die schon beim Erzeuger ansetzen und unter anderem Handlungsbedarf bei der Gülleverwertung sieht. Eine entsprechende Stickstoffabgabe pro Tier und Lebensdauer sowie eine Bindung an die vorhandene landwirtschaftliche Fläche bei der Massentierhaltung packt das Problem an der Wurzel, nämlich beim Hersteller, und sozialisiert die von diesen Betrieben verursachten Kosten nicht.

Der Anteil, den die Verbraucher übernehmen können ist leicht auszumachen indem der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent entfällt und der Regelsteuersatz angesetzt wird.

Falls vorhanden, alle direkten und indirekten Subventionen streichen, nationalen sowie europäischen Ursprungs.

Aufklärung über gesunde Ernährung jenseits von Fast Food und Fett, die bereits im Kindesalter ansetzt und konsequent fortgeführt wird ist empfehlenswert und äußerst hilfreich. Elternhaus, Kindergärten und Schulen sind dafür das richtige Umfeld. Prävention ist hier eine gute Investition.

Den Rest regelt der Markt.

Guten Appetit!

Autor:

Friedhelm Tillmanns aus Mülheim an der Ruhr

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