Am 13. September wird auch der Integrationsrat gewählt
Frauenliste kandidiert

(v. l.n.r.)Nurten Topal-Dridi, Jacquelie Mühlemeier, Gushad Abdulwahed, Halimeh Pourfarzaneh, Mehrnaz Koch und Djamila Sadr-Haseb.
  • (v. l.n.r.)Nurten Topal-Dridi, Jacquelie Mühlemeier, Gushad Abdulwahed, Halimeh Pourfarzaneh, Mehrnaz Koch und Djamila Sadr-Haseb.
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Am 13. September sind nicht nur Kommunalwahlen sondern auch Wahlen des Integrationsrates. Von den 31 Mitgliedern des Mülheimer Integrationsrats werden 16 Mitglieder direkt von Migranten und Migrantinnen gewählt, die anderen acht werden vom Rat der Stadt entsandt.

Bei jeder der vorigen Wahlen haben „Frauen der Welt“ eine Kandidatin in den Integrationsrat gebracht, bei der letzten Wahl waren sie zweitstärkste Kraft, konnten zwei Frauen in den Integrationsrat entsenden und sich darüber freuen, dass der Frauenanteil des Mülheimer Integrationsrats den des Rats bei weitem toppte.

„Wir, Frauen mit Migrationshintergrund, haben uns zusammengeschlossen, um für den Integrationsrat zu kandidieren. Wir kommen aus verschiedenen Ländern. Damit heben wir uns von den nationalen Listen ab“, bewerben sie gemeinsam die Wahl. „Unsere unterschiedlichen Rollen als Mütter, Berufstätige, Studentinnen oder Hausfrauen, sowie die kulturellen Hintergründe, sprechen für eine Vielfalt von Erfahrungen und Fähigkeiten, die wir mitbringen. Wir setzen uns für alle Migrantinnen und Migranten ein, die unsere Unterstützung brauchen, ohne Ansehen der Herkunft oder der Religion." Die Vielfalt und Zusammenarbeit ist das Markenzeichen und spiegelt sich auch in diesem Jahr in der Zusammensetzung der Liste wider.

Vielfalt ist Markenzeichen

Die 49-jährige Sprachassistentin Nurten Topal-Dridi, deren Eltern aus der Türkei kamen, ist in Deutschland geboren. Ihr ist Verständigung über Sprache besonders wichtig.
Jacqueline Mühlemeier, die zweite Kandidatin auf der Liste, ist 41 Jahre alt und in Sambia geboren, lebt seit 16 Jahren in Deutschland, ist verheiratet und dreifache Mutter. Beruflich arbeitet sie seit vielen Jahren als Anleiterin in einem der städtischen Mut-Cafés. „Wenn wir unsere Stadt als fremd ansehen, tun wir wenig, um uns hier zu integrieren. Ich bin hier zuhause.“

Die 55-jährige Gushad Abdulwahed (Platz 3 der Liste) ist im Irak geboren, seit 14 Jahren in Deutschland. Sie fühlt sich hier wohl und das ist auch der Grund, warum sie sich mit ihren Erfahrungen in den Integrationsrat einbringen möchte.

Halimeh Pourfarzaneh (Platz 4), heute mit 67 im Ruhestandsalter, kam vor 29 Jahren aus dem Iran. Sie war dort Literaturlehrerin und ist noch immer politisch wach.

Zwei Frauen sind Politik erfahren: Mehrnaz Koch ist 55 Jahre alt (Platz 5), gebürtige Iranerin und kaufmännische Abteilungsleiterin im Stahlhandel ist aktuell stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates. Gemeinsam mit Djamila Sadr-Haseb (46 Jahre, Platz 6), in Deutschland geboren, in Afghanistan und im Iran aufgewachsen, hat sie sich bewusst für die Rotation entschieden und erst auf Platz 5 und 6 kandidiert, um weiteren Frauen die Möglichkeit zu eröffnen, selbst Erfahrungen zu machen, wie Politik und Verwaltung funktionieren und wie sie politisch Einfluss nehmen können.

Mehrnaz Koch war vorher schon politisch interessiert und sagt: „Aber es ist viel spannender, sich auf der Ebene der Stadt, in der ich 25 Jahre lebe, zu engagieren, weil ich sehe, dass es mich betrifft. Es ist wirklich interessant, wo ich als Mülheimerin selbst Einfluss nehmen kann.“
Djamila Sadr-Haseb ergänzt, wie viele neue Facetten, Freunde und Einblick in die viele Arbeit im Integrationsrat gebracht habe.

Autor:

Regina Tempel aus Mülheim an der Ruhr

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