Adveniat
Kardinal aus El Salvador zu Gast in St. Mariae Geburt

Kardinal Georgio Risa Chavez zu Besuch im Kerzenziehhaus von St. Mariae Geburt auf dem Adventsmarkt in der Mülheimer Altstadt. Dessen Erlöse kommen Adveniat zu Gute. (v.l.): die ehrenamtliche Organsiationsleiterin Karin Pohlmann, die ehrenamtliche Helferin Hildegard Donay, Pfarrer Michael Janßen, Kardinal Georgio Rosa Chavez und Bildungsreferent Thomas Jung von Adveniat.
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  • Kardinal Georgio Risa Chavez zu Besuch im Kerzenziehhaus von St. Mariae Geburt auf dem Adventsmarkt in der Mülheimer Altstadt. Dessen Erlöse kommen Adveniat zu Gute. (v.l.): die ehrenamtliche Organsiationsleiterin Karin Pohlmann, die ehrenamtliche Helferin Hildegard Donay, Pfarrer Michael Janßen, Kardinal Georgio Rosa Chavez und Bildungsreferent Thomas Jung von Adveniat.
  • Foto: Thomas Emons
  • hochgeladen von Thomas Emons

Stadtmitte. Die Gemeindemitglieder von St. Mariae Geburt erlebten jetzt eine besondere Einstimmung in den Advent. Denn Kardinal Gregorio Rosa Chàvez, Weihbischof von San Salvador, machte auf seiner Reise zum Wiesbadener Eröffnungsgottesdienst der Adveniat-Kampagne „Chancen geben“ Station in St. Mariae Geburt. Damit wollte er sich beim emeritierten Weihbischof Franz Grave für dessen Einsatz bedanken. Grave, der seit zehn Jahren als Seelsorger in St. Mariae Geburt wirkt, war in seiner Zeit als Weihbischof des Bistums Essen Vorsitzender des Hilfswerkes Adveniat, das im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz Hilfs- und Entwicklungsprojekte in Lateinamerika unterstützt.

„Wie die Spendengelder, die auch aus dem Ruhrbistum Adveniat zukommen segensreich wirken, konnte der Kardinal aus El Salvador am Beispiel katholischer Schulen und Stipendien erklären, die jungen Menschen aus armen Familien helfen, aus dem Teufelskreis von Gewalt und Perspektivlosigkeit auszubrechen und ihre Talente gesellschaftlich fruchtbar werden zu lassen. In jugendlicher Bandenkriminalität und massenhafter Flucht sieht der Kardinal die Folgen mangelnder Bildung und fehlender Perspektiven. Mitverantwortlich für die Tragödie und den Aderlass, den nicht nur El Salvador erlebe, macht der 76-jährige Kirchenmann eine über alle politischen Lagergrenzen hinweg weitverbreiteten Korruption und eine kurzsichtige US-Politik, die in Lateinamerika nur eigene wirtschaftliche und geostrategische Interessen verfolge, ohne am Schicksal der dort lebenden Menschen interessiert zu sein.
Als positives Gegenbild, das bis heute auf seine Landsleute inspirierend und anziehend wirke, nannte Kardinal Chàvez, seinen geistlichen Mentor, den 1980 ermordeten und 2018 von Papst Franziskus heiliggesprochenen Erzbischof von San Salvador Oscar Romero.

Chàvèz sagte dazu unter anderem: „Oscar Romero begeistert die Menschen bis heute, weil seine Worte, Gesten und Taten miteinander im Einklang waren und sie uns als Kirche immer wieder in seinem Geiste dazu auffordern an der Seite der Armen zu stehen. Und so braucht auch die katholische Kirche in Deutschland, in dem sie viele theologische Fakultäten und Akademien hat, vor allem glaubwürdige Menschen wie Romero, die Menschen Christus begegnen lassen, weil die Worte, Gesten und Taten, mit denen sie ihren Glauben an Jesus Christus bezeugen miteinander im Einklang stehen.
„Die Begegnung mit Kardinal Chàvez“, so Pfarrer Michael Janßen, hat mir gezeigt, dass wir nicht nur in St. Mariae Geburt und darüber hinaus in Deutschland und Europa von Glaubensgeschwistern Lateinamerika mehr lernen können als wir in Form von Spenden dorthin geben.

Auch in diesem Jahr betreuen 20 Gemeindemitglieder aus St. Mariae Geburt im Rahmen des Adventsmarktes in der Altstadt an der Marienkirche auf der Althofstraße ein Kerzenziehhaus, dessen Erlöse dem Hilfswerk Adveniat zu Gute kommt.

Mehr über das bischöfliche Hilfswerk Adveniat

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