Politik
Katholische Akademie diskutierte über das Profil der CDU

Speldorf. Moderator Tobias Henrix musste mit seinen Gästen ins Auditorium der Wolfsburg umziehen. So groß war das Publikumsinteresse an der Diskussion darüber, ob die CDU ein wandelbares Profil hat. Als Podiumsgäste hatten sich der Akademie-Dozent Henrix und sein Ko-Gastgeber Reinhold Kube von der Fasel-Stiftung den Parteienforscher Karl-Rudolf Korte und die Unternehmerin und Buchautorin Diana Kinnert eingeladen. Die 27-Jährige, die sich zum christlich-sozialen Flügel der Union zählt, engagiert sich seit zehn Jahren in der Union hat dort unter anderem in der Zukunftskommission der Partei mitgearbeitet.

Jens Spahn, Annegret Kramp-Karrenbauer oder Friedrich Merz? Weil 1001 Parteitagsmitglieder im Dezember darüber entscheiden, wer im CDU-Vorsitz die Nachfolge von Angela Merkel antritt, war die Diskussion am Falkenweg denkbar aktuell.

Karl Rudolf Korte charakterisierte Merkel als nüchterne und pragmatische "Eiskönigin", die es versäumt habe die 500.000 Mitglieder ihrer Partei auch emotional zu begeistern und vor allem den weiblichen Parteinachwuchs zu fördern. Dass jetzt gleich drei aussichtsreiche Nachfolgekandidaten die politische Diskussion und Phantasie beflügeln, sieht Korte als Vorteil für die CDU. Leichte Vorteile prognostiziert der Politikwissenschaftler für die CDU-Generalsekretärin und ehemalige saarländische Ministerpräsidenten Kramp-Karrenbauer, "weil sie Regierungserfahrung mitbringt und in der Partei gut vernetzt ist."

Ein Bild Kortes aufgreifend forderte Stiftungsvorstand Reinhold Kube die CDU auf, "den rasenden Stillstand in unserem Land" zu überwinden. Diese Herausforderung kann ihre Partei in den Augen von Diana Kinnert nur dann bewältigen, wenn sie ihr klassischen Grundwerte Christentum, Freiheit, Rechtsstaat, Sicherheit, Ordnung, Gerechtigkeit, Solidarität, Bewahrung der Schöpfung, des Friedens, der kulturellen Identität und des sozialen Zusammenhaltes, mit neuem Leben füllt. Nur dann, so Kinnert, könne ihre Partei die drängenden Fragen der Menschen beantworten und als Volkspartei der politischen Mitte bestehen. Als Baustellen nannte die junge Christdemokratin unter anderem den Klima- und Umweltschutz, die Digitalisierung und die Zunahme prekärer Arbeits- und Lebensverhältnisse.
 
Korte und Kinnert waren sich einig, dass das C (für christlich) auch in einer zunehmend pluralistischen und multikulturellen Gesellschaft politisch sinnstiftend und inspirierend wirken könne. (T.E.)

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