Klimazone Broich bietet Wärmebilder oder Radfahren mit Elektrobike

14 Tage lang informieren die neun angehenden Diplom-Verwaltungsfachwirte über  Möglichkeiten im Klimaschutz vor Ort. | Foto: Foto: PR-Foto Köhring/PK
  • 14 Tage lang informieren die neun angehenden Diplom-Verwaltungsfachwirte über Möglichkeiten im Klimaschutz vor Ort.
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Geballte Informationen rund um den Klimaschutz vor Ort erhalten die Broicher bis Freitag, 2. Dezember. Im Stadteilbüro Klimazone Broich in der Prinzess-Luise-Straße 43-45 informieren neun angehenden Diplom-Verwaltungsfachwirte über Möglichkeiten vor Ort, das Klima zu schützen. Bemerkenswert ist, dass viel Wert auf Praxisnähe gelegt wird.

Die Studenten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW stellten in den vergangenen Wochen ein attraktives Programm zusammen. Direkt vor dem Büro stehen Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor zum Ausprobieren zur Verfügung. Sie können kostenlos geliehen werden.

Direkt daneben steht ein Elektroauto, in dem das leise und ökologische Dahingleiten im Stadtverkehr bei Mitfahrten live erlebt werden kann. Bürgerfreundlich ist auch das Angebot, das eigene Haus mittels Wärmebildkamera kostenfrei auf energetische Schwachstellen zu überprüfen.
Danach können mögliche Dämmmaterialien direkt im Büro begutachtet werden. Zusätzlich erhalten Interessierte auch einen Einblick in das Mülheimer Solarkataster und einen Check für das eigene Haus. Auch Einzelhändler haben die Möglichkeit, den eigenen Betrieb checken zu lassen. Zusätzlich stellen die Studenten Informationen über kleine Blockheizkraftwerke (BHKW) zur Verfügung.
Lehrern bieten die neun Studenten, unter ihnen auch die Mülheimerin Katharina Kriak, Materialien für den Umweltunterricht. Kinder werden Spaß an der Eisenbahn haben, die von der Solarzelle vor dem Büro ihre Energie erhält. Daneben geben die Studenten Tipps für einen umweltgerechten Einkauf und Energiespartipps für den kleinen Geldbeutel. Besichtigungen des Broicher medl BHKW und zahlreiche Vorträge runden das Projekt ab.

Auf die Wichtigkeit des Klimaschutzes wies Klaus Beisiegel von der Mülheimer Verwaltung hin. Er betreut das Studentenprojekt. „Die Kohlendioxid (CO2)-Belastung ist seit Beginn der Industrialisierung kontinuierlich gewachsen. Weltweit produzieren wir Menschen heute doppelt soviel CO2 wie die Erde verkraften kann.“ Auch Mülheim könne sich davon nicht freisprechen. Rund 2,8 Millionen Tonnen des klimaschädlichen Gases gebe Mülheim pro Jahr in die Luft ab. Die Abgabemenge liege im Weltdurchschnitt bei 390 ppm (Pars per Million). Die Höhe des CO2-Ausstoßes in Broich ermitteln die Studenten mit einem Messgerät. Täglich werden die Werte gemessen und können im Büro eingesehen werden.

Die erste öffentliche Messung in Mülheim am Montag ergabe einen ernüchternen Wert: Mit einem CO2-Gehalt von rund 650 ppm lag Broich weit über dem weltweiten Durchschnittswert.

Autor:

Dirk-R. Heuer aus Hilden

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