ausgrenzen, ignorieren und bagatellisieren
Meinungsfreiheit am Ende

Reichstag - Berlin - BRD

Herr Linnemann, sicherlich ein ehrenwerter Mann und guter Demokrat, hat da so eine Idee. Er möchte Kinder, die kaum oder sehr schlecht Deutsch sprechen nicht in die Grundschule lassen. Er regt eine Debatte über Vorschulunterricht für diesen Nachwuchs an.

Nun macht er den Fehler, in diesem Zusammenhang einige unsittliche und kriminelle Vorfälle, die Migranten oder Asylanten betreffen sowie die Entwicklung von Parallelgesellschaften zu erwähnen. Mit diesem Fauxpas hat er seinen politischen Gegnern und Gegnerinnen das immer wieder gern genommene Totschlagargument quasi frei Haus geliefert. Er wird postwendend in die rassistische Ecke gestellt.

Sein Vorschlag ist damit, für diese Klientel, schon moralisch disqualifiziert und keines konstruktiven Gedankens mehr wert.

Abgesehen von Sinn oder Unsinn des Vorstoßes grenzt es schon an Diffamierung, die pure Erwähnung erwiesener Fakten im Zusammenhang mit Asylanten und Migranten derart abzustrafen. Wenn das schon Diskriminierung ist, ist die Meinungsfreiheit am Ende und argumentativer Absolutismus Realität.

Die Hysterie, mit der inzwischen auf alle nicht auf die Goldwaage gelegten und durch sämtliche gesellschaftlichen und politischen Filter gejagten Äußerungen in Bezug auf Asylanten, Migranten und Angehörige anderer Nationalitäten reagiert wird, ist beängstigend. Die ständigen moralischen Angriffe auf die Akteure sind beschämend und helfen nicht bei der Bewältigung der Aufgaben, sondern schaffen nur neue Probleme.

Beschönigung oder Unterdrückung von Wahrheit, Realität und Unmut begünstigen Ablehnung, Frust und Hass. Ein optimaler Nährboden für Demagogen und Populisten.

Nur ein offener Diskurs, der ohne ausgrenzen, ignorieren und bagatellisieren auskommt und durch einen zielgerichteten, konstruktiven und sachlichen Austausch aller Argumente brilliert und so zu einem gesellschaftlichen Konsens führt, ist einer demokratischen Gesellschaft würdig.

Oftmals macht es Sinn einen Schritt zurück zu gehen um das ganze Bild zu sehen.

Autor:

Friedhelm Tillmanns aus Mülheim an der Ruhr

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