Mülheimer Bildungskonferenz

Am Mittwoch, 30. Januar, nahmen 200 Teilnehmer an der Mülheimer Bildungskonferenz teil. Bürgermeisterin Margarete Wietelmann begrüßte die Anwesenden in der Stadthalle.
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Sind Eltern wirklich Helikopter, die ständig über ihren Kindern kreisen? - Können Kinder noch selbständig zur Schule gehen, ihre Schulsachen schultern und altersgerecht ihr Ding leisten? – Kabarettistin Esther Münch hatte die Lacher und den Applaus am Mittwoch, 30. Januar, auf ihrer Seite. Dabei ging es auf der Mülheimer Bildungskonferenz um ernst zu nehmende Veränderung in der Mülheimer Konzeption der Bildungslandschaft. Esther Münch schaffte mit ihrer scharfen Parodie aber eine willkommene Pause nach Fachvorträgen von Heiner Barz (Universität Düsseldorf) und Maik Becker von bildung.komplex, Hamburg.

Regelmäßig tauschen sich Bildungsträger und -verantwortliche miteinander aus - am Mittwoch in der Mülheimer Stadthalle. Unter dem Motto „Eltern und Schulen – gemeinsam stark!“ fand die diesjährige Mülheimer Bildungskonferenz mit 200 Teilnehmern aus Schulministerium, Bezirksvertretung, Verwaltung, Schulen und Kitas statt. Dass Eltern an Schule mitbeteiligt sind, war lange Zeit kein Thema – auch nicht in der Forschung, so Heiner Barz. Doch seit ein paar Jahren verändert sich etwas und das „Etwas“ wurde von sieben Teams in der Stadthalle erarbeitet. Die Teams setzten sich aus Elternvertretern, Lehrern, Schulleitern und Sozialpädagogen zusammen. Es ging um den Umgang mit Medienkonsum, Bildungspatenschaften beim Übergang von der KiTa zur Grundschule oder beim Übergang von Schule in den Beruf.

Aber vor allem war die Mitwirkung von Eltern in der Schule das Thema Nummer eins der Bildungskonferenz. „RuhrFutur ist eine echte Marke für die Schulentwicklung geworden,“ so Margarete Wietelmann in ihren einleitenden Worten. Ein Filmvortrag von einer Einwandererfamilie stellte dar, wie und dass Integration funktionieren kann. Die syrisch-stämmigen Eltern haben die deutsche Sprache erlernt und können so ihre Kinder auf ihrem Schulweg unterstützen - zwei von ihnen studieren heute. „Die Unterstützung der Eltern ist wichtig,“ so Heiner Barz im Laufe seines Fachvortrags. Die Erwartungshaltung der Eltern zum Bildungsweg ihrer Kinder ist allerdings sehr unterschiedlich.

Wir wollen die Eltern vor allem mit ins Boot nehmen, Sabine Gronek ist Stadtteilkoordinatorin im Bildungsnetzwerk Styrum. Sie setzt sich im Mülheimer Norden täglich mit Migration und Gleichberechtigung auseinander. Für die Eltern werden Möglichkeiten zum Austausch geschaffen. Gronek: „Es gibt Elterncafés und Aktionen, an denen Elternmitwirkung gefragt ist.“ Heiner Barz: „Diese Begegnungen müssen geschaffen werden, um Gespräche - auch allgemeiner Art - zu ermöglichen.“ Kathrin Grollmann ist Schulleiterin der Astrid-Lindgren-Schule und weiß aus Erfahrung, dass die Zusammenarbeit mit den Eltern, wenn es um einen reibungslosen Schulalltag geht, oft nicht einfach ist. Sie hat eine Vereinfachung der bürokratischen Vorgänge zugeschnitten auf ihre Grundschule entwickelt. „Lindgrens Post“ erleichtert die Kommunikation zwischen Schule und Eltern.

Maik Becker hatte im Vorfeld im Rahmen von RuhrFutur untersucht, wie Elternbeteiligung funktioniert und ist zu dem Schluss gekommen, dass es kein allgemeines Programm geben kann. Die Experten sind sich einig: Eine Zusammenarbeit mit den Eltern bringt neuen Schwung. Elternbeteiligung ist nicht nur Etikette sondern „gelebte Praxis“. Beigeordneter Ulrich Ernst: „Heute geht es nach Projekten wie KiKiz um Prävention und systematische Zusammenarbeit.“ Seit einer Woche ist „MH/0/25“ die neue Marke und das gemeinsame Dach aller Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen von 0 bis 25 Jahren. Ernst: „Die diesjährige Bildungskonferenz ist keine Einzelveranstaltung sondern ein gemeinschaftliches Werk.“

Autor:

Claudia Leyendecker aus Mülheim an der Ruhr

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