Kommentar
NETZ FOR FUTURE statt Netz23

Der Anfang ist gemacht! Nun sind fast alle politischen Fraktionen wieder einmal dagegen, gegen die Auswirkungen des Konzeptes „Netz23“. Das ist in diesem Fall auch gut so. Ein neuer Entwurf muss her, der die anfänglichen Ideen widerspiegelt, die, wie nun plötzlich festgestellt, nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

Wenn nun die gleichen Gremien in einer erneuten Hinterzimmer Aktion und ohne Beteiligung der vorhandenen und insbesondere der potenziellen neuen Kunden sowie der angrenzenden Kommunen, ein neues Konzept vorlegen sollen, das all diese Gesichtspunkte berücksichtigt, ist das schon wieder einmal im Ansatz zum Scheitern verurteilt.

Nur eine dezidierte Ermittlung des zukunftsorientierten Bedarfs an ÖPNV und das mit Blick über den Tellerrand hinaus, in die Zukunft der Stadtentwicklung und der Kundenströme gerichtet, kann ein erfolgreiches Zukunftskonzept hervorbringen. Bürgerforen sind da eine gute Idee, können allerdings empirische Studien nicht ersetzen. Insbesondere gilt das für den Fall, dass die Bürger nur mal „Dampf ablassen“ sollen, damit sie auf diese Art erst einmal ruhig gestellt werden können.

Neben kürzen und dezimieren müssen dabei auch erweitern und investieren in Betracht gezogen werden, damit das wahllose Dezimieren nicht bald zum Krepieren mutiert. Neue Geschäfts- und Arbeitszeiten, mehr Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsplatzes und die demografische Entwicklung sowie das Zusammenwachsen des Ruhrgebiets haben die Bedürfnisse an den Personennahverkehr grundlegend geändert. Das Angebot, die Taktung, die Streckenführung und die Anschlussmöglichkeiten daran anzupassen sowie ein Preismodell zu schaffen das einfach und übersichtlich ist kann wesentlich zur Akzeptanz und damit zur Nutzung beitragen.

Akzeptanz und Nutzung sind grundlegende Voraussetzungen für Erfolg.

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