Bundestagswahl 2021
Prominenter Kandidat für die Mülheimer SPD

Die SPD will bei der Bundestagswahl 2021 Sebastian Fiedler für den Wahlkreis Mülheim-Essen I ins Rennen schicken.
  • Die SPD will bei der Bundestagswahl 2021 Sebastian Fiedler für den Wahlkreis Mülheim-Essen I ins Rennen schicken.
  • Foto: BDK
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Von RuhrText

Einen prominenten Kandidaten schickt die SPD im Wahlkreis 118, Mülheim-Essen I (Nordwesten), für die Bundestagswahl 2021 ins Rennen. Nachfolger von Arno Klare, der auf eigenen Wunsch im kommenden Jahr nicht mehr kandidieren möchte, soll Sebastian Fiedler werden. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter war schon häufig als Experte in Nachrichtensendungen und TV-Talkshows zu Gast und steht somit seit Jahren in der Öffentlichkeit.

Von 2001 bis 2009 war Sebastian Fiedler, der in Wetter am Rande des Ruhrgebiets aufgewachsen ist, als Ermittler für Wirtschaftskriminalität beim Landeskriminalamt tätig. An der Fachhochschule NRW lehrte er mehrere Jahre lang die Fächer Kriminologie, Kriminalistik und Korruptionskriminalität. Seit 2018 ist der Kriminalhauptkommissar Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), vier Jahre zuvor war er bereits zum Chef auf Landesebene gewählt worden. Im Deutschen Bundestag und im Europäischen Parlament wird er gern als Sachverständiger hinzugezogen.

Im Wahlkreis 118 fühlt sich Sebastian Fiedler glänzend aufgehoben, obwohl er weder Mülheimer noch Essener ist. „Ich bezeichne mich als Kind des Ruhrgebiets, bin hier aufgewachsen und habe hier auch lange Zeit gearbeitet. Daher habe ich auch etliche berufliche Kontakte im Ruhrgebiet. Ich bin aus dem Pott, hier fühle ich mich heimisch“, sagt Fiedler. Und an Ideen mangelt es ihm nicht. In einer Online-Pressekonferenz verriet er, dass er sich vorstellen könne, für einen Forschungsstandort mit einem Institut für Extremistenforschung und Prävention innerhalb seines Wahlkreises zu werben. Und er sagt auch ganz deutlich: „In Berlin müsste ich nicht der beste Rentenpolitiker werden. Ich habe kein Problem damit, Fachpolitiker zu sein“, sagt der Experte für Themen wie Wirtschaftskriminalität, Steuervermeidung und -hinterziehung, Geldwäsche und Korruption sowie kriminelle Clans.

Umkämpfter Kreis 

„Wir sind sehr froh darüber, dass wir einen so renommierten Kandidaten haben. Ich bin mir sicher, dass er in Berlin für die Menschen hier etwas bewegen könnte“, sagt Rodion Bakum, Vorsitzender der Mülheimer SPD. Der Essener SPD-Chef Thomas Kutschaty fügt hinzu: „Das Thema innere Sicherheit ist gerade in unserer Region sehr wichtig. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit Sebastian Fiedler den Wahlkreis gewinnen werden. NRW täte es gut, in Berlin eine gute innenpolitische Stimme zu haben.“

Sebastian Fiedler soll den SPD-Mitgliedern in Mülheim und im Essener Nordwesten in Kürze in zwei Onlinekonferenzen vorgestellt werden, ehe er aller Voraussicht nach als Kandidat für ein Bundestagsmandat ins Rennen gehen kann. Die Aufstellungskonferenz wird für Januar 2021 angepeilt. Im Sommer wird der 47-Jährige, der seit acht Jahren SPD-Mitglied ist, beim BDK Urlaub nehmen, um sich voll und ganz auf den Wahlkampf zu konzentrieren. Der Kreis 118 ist zwar seit 1961 in SPD-Hand, war aber zuletzt sehr umkämpft. Arno Klares Vorsprung vor der CDU-Bewerberin Astrid Timmermann-Fechter war 2017 im Vergleich zur Wahl 2013 arg zusammengeschrumpft. Nun soll der Experte für Innere Sicherheit die SPD in Mülheim und im Essener Nordwesten wieder ins sichere Fahrwasser bringen.

Autor:

Marcus Lemke aus Mülheim an der Ruhr

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