Greta kommt an ihre Grenzen
Propaganda fürs Klima

Propaganda

Motiviert durch die Frage der Woche (Was müssen die Lehren aus Rekord-Streik und Klimapaket sein?) sowie die Diskussionsbeiträge und dem daraus resultierenden Erkenntnisgewinn:

Es scheint eine Sisyphusarbeit, allen Menschen die Auswirkungen des Klimawandels so nahe zu bringen, dass sie ihr Verhalten umgehend und konsequent ändern, um so das Schlimmste zu verhindern – den unumkehrbaren klimatischen Kollaps. Dem Planeten ist es einerlei, der hat schon extremere Ereignisse überstanden, nur für die Menschen wird es der Garaus sein.

Was ist bloß die Ursache dieser stoischen Ignoranz?

Vermutlich schlichtweg die Funktionsweise des menschlichen Verstandes. Erkenntnisgewinne ergeben sich immer aus dem Ergebnis von Ursache und Wirkung. Schmeißen wir ein brennendes Streichholz in einen Haufen Stroh und dieser brennt lichterloh ziehen wir daraus den Schluss, dass eine offene Flamme Stroh zum Brennen bringt. Werfen wir das brennende Zündholz in Flüssigkeit und die Flamme erstickt, ziehen wir daraus den Schluss, dass Flüssiges Feuer erstickt. Wir sehen Ursache und Wirkung und ziehen daraus unsere Schlussfolgerung. Wenn wir nicht wussten, um welche Flüssigkeit es sich gehandelt hat, kann die Schlussfolgerung auch falsch sein. Hätte es sich um Brennspiritus gehandelt, hätten wir schlussgefolgert, dass eine offene Flamme Flüssigkeiten entzündet.

Was hat das mit der Ignoranz in Bezug auf den drohenden Klimakollaps zu tun?

Nehmen wir uns einmal den allgegenwärtigen Coffee-To-Go-Becher vor. Wir gehen in einen Coffeeshop und bestellen uns ein Heißgetränk das wir in einem Einwegbecher geliefert bekommen. Wir sehen den Becher mit dem heißen Kaffee und nehmen den Wohlgeruch wahr. Anschließend genießen wir den warmen, aromatischen Drink aus dem praktischen Gefäß. Einem Gefäß, für das wir gefühlt nichts bezahlen, das das Getränk warmhält, das wir überall mit hinnehmen können und das wir, sobald wir es nicht mehr benötigen, einfach entsorgen können. Wir müssen es nicht wieder zurückbringen oder uns gar zur Pfandrückgabe erneut in eine Schlange stellen.

Unser Erkenntnisgewinn, bezogen auf Ursache und Wirkung ist: so ein Coffee-To-Go in einem Einwegbecher ist eine angenehme Sache. Der Kaffee schmeckt, der Becher ist praktisch und ich habe die Freiheit damit überall hinzugehen, wobei die Entsorgung durch einen Wurf in die nächste Tonne – oder auch mal ins nächste Beet – erledigt ist und das alles ohne Mehrkosten.

Durch die Entkopplung von Ursache und Wirkung, bezogen auf die bereits entstandenen Umweltschäden bei der Produktion des Einwegbechers und der noch folgenden Probleme im Zusammenhang mit seiner Entsorgung, bleibt der notwendige Erkenntnisgewinn aus. Die Schlussfolgerung, dass der Einwegbecher eine gute Sache ist setzt sich fest, wobei mir die realen Folgen meines Handelns verborgen bleiben.

Um diese Erkenntnislücke zu schließen und den Zusammenhang von Ursache und Wirkung erkennbar zu machen und so als Erkenntnisgewinn in unsere Köpfe zu bringen, bedarf es der Propaganda. Eine Propaganda die allgegenwärtig ist. Eine Propaganda die erklärt und aufklärt und die die Mechanismen des menschlichen Verstandes hinreichend berücksichtigt und ausnutzt.

Wie soll das gehen?

Wenn wir es konsequent und erfolgreich machen wollen, müssen wir uns einmal die indoktrinierende Propaganda der Regime in Asien ansehen, die uns im positiven Sinn als Vorbild dienen kann. Allgegenwärtige Videos und auditive Beschallungen, die im öffentlichem Raum und in den Medien unausweichlich gesendet werden. Gehirnwäsche par excellence. Diese Aufgabe könnte hierzulande ein extra dafür geschaffenes Klima-Propaganda-Ministerium übernehmen und so dafür sorgen, dass die Folgen unseres Handelns Dauerpräsenz genießen und, quasi virtuell, die notwendigen Erkenntnisgewinne entstehen. Wenn’s in Deutschland klappt wird es ein Exportschlager.

Propaganda fürs Klima!

Das geht zu weit…?

Greta kommt jedenfalls an ihre Grenzen.

Autor:

Friedhelm Tillmanns aus Mülheim an der Ruhr

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