Ruhrradschnellweg nimmt Fahrt auf: Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt

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Im November 2015 wurde der erste Abschnitt des Ruhrradschnellweges eröffnet, der die Universität Essen mit dem Mülheimer Hauptbahnhof verbindet. Jetzt griffen Oberbürgermeister Ulrich Scholten, NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und die Direktorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR), Karola Geiß-Netthöfel am Hauptbahnhof zur Schippe, um mit einem symbolischen Spatenstich an der Max-Kölges-Straße, den zweiten Bauabschnitt des Ruhrradschnellweges RS1 auf die Schiene der 150 Jahre alten Rheinischen Bahnstrecke zu setzen.

Der zweite Bauabschnitt verbindet auf einer Länge von 600 Metern den Hauptbahnhof mit der Ruhrpromenade. Radaufzüge sollen den Zugang zum Radweg erleichtern und sogenannte Stadtbalkone mit Sitzmöbeln Radfahrer und Fußgänger zum Verweilen einladen. Voraussichtlich Mitte 2017, spätestens aber Anfang 2018, soll auch die Hochschule Ruhr-West an den Radschnellweg durch das Ruhrgebiet angeschlossen sein. In seinem Endausbau wird der Radschnellweg auf 11 Kilometern durch Mülheim und auf insgesamt 101 Kilometern von Duisburg bis Hamm durch das gesamte Ruhrgebiet führen.

Innenstadt wird aufgewertet

Oberbürgermeister Scholten und Ministerpräsidentin Kraft würdigten den aktuellen Bauabschnitt als einen Beitrag zu einem umweltfreundlichen Mobilitätsmix und zu einer gestalterischen Aufwertung der Innenstadt. Kraft: "Eine tolle Idee wird Wegstück für Wegstück verwirklicht." Scholten: "Wir werden den hier beginnenden Abschnitt als Hochpromenade gestalten. Mitten durch unsere Innenstadt wird die Aufenthaltstqualität einen höheren Standard haben."

Finanziert wird der aktuelle Bauabschnitt im Mülheimer Zentrum mit 3,7 Millionen Euro aus Städtebaufördermitteln des Landes und des Bundes. Hinzu kommen 1,6 Millionen Euro aus dem Etat des RVRs. Die Stadt Mülheim steuert 148000 Euro für notwendige Grundstückskäufe bei und stellt bei der Planung und Umsetzung des Projektes das Know-How des Tiefbauamtes zur Verfügung. Verkehrsminister Groschek wies aus aktuellem Anlass darauf hin, dass Nord-Rhein-Westfalen schon heute mit einem Radwegenetz von 14600 Kilometern im deutschen Länder-Vergleich das "Fahrradland Nummer 1" sei.

Autor:

Thomas Emons aus Mülheim an der Ruhr

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