Soziale Stadt Mülheim – Förderprogramm sucht zum Abschluss nach weiteren Maßnahmen

Die erneuerten Fassaden erhöhen die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt.
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  • Die erneuerten Fassaden erhöhen die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt.
  • Foto: PR-Fotografie Köhring/TR
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Mit dem Beschluss der Richtlinien im Dezember 2015 startete Anfang 2016 das Förderprogramm „Soziale Stadt Mülheim“ des "Team Innenstadt“. Mit dem auf drei Jahre angelegten Hof- und Fassadenprogramm werden Sanierungen und Neugestaltungen von Fassaden sowie die Umgestaltung von Hofflächen gefördert. Bis zum Ende des Projektes im Dezember rechnet das Team Innenstadt noch mit knapp zehn weiteren Maßnahmen.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat das Projekt im Laufe der Zeit Fahrt aufgenommen. Erik Vorwerk vom Team Innenstadt: „Zu Beginn war es nicht so leicht das Interesse der Eigentümer für unser Projekt zu gewinnen. Nachdem wir die Werbetrommel gerührt und über 1.000 Eigentümer angeschrieben haben, wir diverse Infoveranstaltungen gemacht haben oder auf Eigentümerversammlungen waren wurde das Interesse größer.“ Mittlerweile zählt das Team 330 beratende Gespräche mit knapp 140 Eigentümern.

Von 20 bewilligten Projekten sind elf bereits umgesetzt. Zusätzlich befinden sich sechs weitere Maßnahmen derzeit in der Umsetzung. Dabei werden Fassaden Instandgesetzt, Vordächer reduziert, erneuert oder gänzlich entfernt, Hofflächen neugestaltet, Aufenthalts- und Grünflächen geschaffen und Lichtinstallationen angebracht, um die Immobilien anzuleuchten. „Das Projekt soll die Wohnqualität in der Innenstadt stärken und das Stadtbild zusätzlich verschönern“, erklärt Vorwerk.

Förderung, Voraussetzungen und Beratungen

Die Fördermittel, welche zu 70 Prozent von Bund und Land und zu 30 Prozent der Stadt kommen, sind als Zuschuss zu verstehen. Eine Rückzahlung sei daher nicht erforderlich. Bei den bisherigen Maßnahmen seien die privaten Investitionen laut Vorwerk genauso hoch wie die Förderung. „Pro Euro aus dem Fördertopf haben die Eigentümer ebenfalls einen Euro investiert.“ Dabei liege die Obergrenze für den Zuschuss bei maximal 30 Euro pro m2 gestalteter Fassaden- oder Hoffläche. Der Höchstbetrag für die Gesamtförderung auf einem Grundstück beträgt 50.000 Euro. „Die durchschnittliche Förderhöhe beträgt bisher allerdings 14.000 Euro“. Für die ersten 19 Maßnahmen sind 260.000 Euro zusammengekommen.

Fördervoraussetzungen sind die Lage der Immobilien innerhalb des Gebietes des Förderprogrammes, der Handlungsbedarf, die Maßnahme darf noch nicht gestartet sein und muss allen öffentlichen und privatrechtlichen Vorschriften und Regelungen entsprechen.

Bis Ende des Jahres können noch Anträge gestellt werden. Für die Umsetzung der Maßnahme bleibt ein weiteres Jahr, bevor das Projekt laut Vorwerk erst einmal ausläuft. Der erste Schritt sei ein Beratungsgespräch mit dem Team Innenstadt. „Wir begleiten die Eigentümer bei der Antragsstellung mit jedem einzelnen Schritt. Wir stehen in enger Abstimmung mit dem City Management und dem Denkmalschutz und beraten auch über einzelne Maßnahmen hinaus“, so Vorwerk. „Wenn wir bei den Terminen an den Immobilien vor Ort noch weitere Verbesserungen sehen, schlagen wir diese auch vor. Oftmals wissen die Eigentümer nicht, was sie aus ihren Immobilien rausholen können.“ Dafür habe das Team extra einen Quartiersarchitekten.

Interessierte können dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr zur offenen Sprechstunde in die „Wertstadt“ am Löhberg 35 kommen. Unter Tel. 455-6033 können auch Termine außerhalb der Sprechstunden vereinbart werden.

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