Unternehmerverband liefert Ideen zur Stärkung der Mülheimer Wirtschaft

Konkrete Ideen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Mülheim liefern die Vorstandsmitglieder des Unternehmerverbandes, Holger Gerstel, Martin Weck und Hanns-Peter Windfeder (v.l.), sowie Geschäftsführerin Kerstin Einert-Pieper.
  • Konkrete Ideen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Mülheim liefern die Vorstandsmitglieder des Unternehmerverbandes, Holger Gerstel, Martin Weck und Hanns-Peter Windfeder (v.l.), sowie Geschäftsführerin Kerstin Einert-Pieper.
  • Foto: PR-Fotografie Köhring
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Von RuhrText

Mülheim darf als Wirtschaftsstandort nicht den Anschluss an die umliegenden Städte im Ruhrgebiet verlieren. Der Unternehmerverband Mülheimer Wirtschaft regt daher an, ein Zukunftsdezernat Wirtschaft im Mülheimer Rathaus zu schaffen. Außerdem unterstützt er die Idee eines Mülheimer Innovationszentrums.

„Im Ruhrgebiet tut sich viel. Daher müssen wir an der einen oder anderen Stelle zwei bis drei Gänge höher schalten als bisher“, sagt Hanns-Peter Windfeder, Vorsitzender des Unternehmerverbandes Mülheimer Wirtschaft. In einem Pressegespräch im Haus der Wirtschaft lieferte er zugleich konkrete Vorschläge, um den hiesigen Standort für die Zukunft entscheidend zu stärken.

Ende Februar 2019 geht Ulrich Ernst, Dezernent für Bildung, Soziales, Jugend, Gesundheit, Sport und Kultur, in den Ruhestand. Für den Unternehmerverband ist dies der perfekte Zeitpunkt, strukturelle Veränderungen zu beschließen. Die Zuständigkeitsbereiche der Dezernenten sollen überdacht und ein Zukunftsdezernat Wirtschaft installiert werden. Konkret bedeutet dies eine Bündelung von Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing, Standortmarketing und Tourismus, Stadtplanung, Stadtentwicklung und Bauaufsicht, Arbeit (Optionskommune) mit Sozialagentur und Jobservice GmbH, Betriebe der Stadt (inklusive Hafenbetrieb), Digitalisierung und Smart-City sowie Flughafen Essen(Mülheim (insbesondere Masterplan). Eventuell könnten hinzukommen: ein Innovationszentrum sowie die Stadtentwicklungsgesellschaft.

„Städte wie Gelsenkirchen, Oberhausen oder Duisburg machen es uns vor, wie es funktionieren kann. Wenn wir nicht aufpassen, verlieren wir den Anschluss und bekommen schon in zehn bis 15 Jahren ernsthafte Probleme in Mülheim. Daher bitten wir die Verantwortlichen in der Politik und in der Verwaltung, unseren Impuls aufzunehmen, zielführend zu diskutieren und Ideen auch schnellst möglich umzusetzen“, fordert Hanns-Peter Windfeder strukturelle Veränderungen. Sein Stellvertreter Martin Weck bringt es kurz und knackig auf den Punkt: „Zuständig sind im Moment viele, aber keiner ist wirklich verantwortlich!“

Zukunftsdezernat Wirtschaft

Dem Unternehmerverband geht es aktuell nur um die Umstruktierung und um die Schaffung eines Zukunftsdezernates Wirtschaft, nicht um eine Personalie. Klar ist aber, dass der Dezernent eine hohe Kompetenz aufweisen muss. Windfeder: „Er muss gestalten und nicht verwalten! Wir maßen es uns nicht an, in eine Personaldebatte einzusteigen und würden nur unsere Meinung sagen, wenn wir gefragt werden. Ich bin mir sicher, dass — wenn es dazu kommt — eine gute Wahl getroffen wird. Sowohl für Personen von innen als auch von außen handelt es sich zudem um eine höchst attraktive Stelle.“

Der Unternehmerverband unterstützt überdies ausdrücklich den Plan der Wirtschaftsförderung Mülheim & Business, ein Mülheimer Innovationszentrum als zentrale Plattform für eine Innovationsoffensive zu erschaffen. Andere Städte — so Windfeder — haben längst die Weichen gestellt, um Innovationsprojekte auf den Weg zu bringen. Windfeder dazu: „Wir wollen das Netz der Mülheimer Unternehmen noch enger knüpfen. Der Austausch von Strategien und Erfahrungen ist das Ziel. Entscheidend ist aber dabei: Unternehmen, Wissenschaft, Start-Ups und zukünftige Fachkräfte benötigen für diesen Austausch einen Ort. Daher wünschen wir uns so schnell wie möglich das Mülheimer Innovationszentrum, an dem neue Innovations-Netzwerke in unserer Stadt entstehen.“

Autor:

Marcus Lemke aus Mülheim an der Ruhr

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