Wo leben wir eigentlich?

Wo leben wir eigentlich?

Liebe Mülheimer Bürger, es ist an der Zeit, sich diese grundsätzliche Frage zu stellen.

Wir leben in einer Stadt, in der diejenigen, die eigentlich in Verantwortung stehen sollten, über Jahrzehnte haben alles so runterkommen lassen, dass nun bald gar nichts mehr geht.

Kein Bus fährt mehr [zeitsparend und angenehm]von A nach B, da kann man dann für das gleiche Geld schon fast ein Taxi mieten. Dabei, die Taxifahrer wurden genauso verraten und verkauft, denn all die gut sichtbaren Taxistände, die es mal in der Innenstadt gab, sind weg, das Taxigeschäft im Eimer.

Die Hausbesitzer, und umgelegt genauso die Mieter, müssen Grundsteuerbeträge zahlen, die willkürlich von irgendwelchen Nicht - Fachleuten festgesetzt wurden und schnappen nur noch nach Luft.

Die Menschen, die in die Innenstadt zum Bummeln gehen möchten, wundern sich (mittlerweile wohl nicht mehr), denn die (Un-)Verantwortlichen haben die gesamte Innenstadt zerstört.

Die Autofahrer rätseln tagein tagaus, wie man denn bloß von A nach B gelange, denn die Verkehrsführung ist eine der verbraucherunfreundlichsten, die man sich nur vorstellen kann, Parkplätze seien hier gar nicht erst nicht erwähnt.

Seine Einkäufe kann man hier schon lange nicht mehr tätigen, der Service beim Bürgeramt wird zeitverkürzt, die Gebühren für Formulare etc. sind horrend.

Ob Kindergärten, Schulen, Sportplätze, Schwimmbäder oder auch die Volkshochschule in der MüGa - sie haben alles verkommen lassen, und was nicht völlig verkam, wurde ohne unsre (die der Bürger) Zustimmung verkauft.

Das muss man sich mal vorstellen:

Die haben tatsächlich unsere Jugendherberge verkauft (heimlich, still und leise),

unser Rathaus (wir Bürger zahlen jeden TAG 12.000€ Miete für das Rathaus, zahlenalso 360.000€ im Monat),

unsere Feuerwache (im Jahr 2011 waren es gut 3,8 Mio Euro an Miete, über 300,000€ im Monat. Schritt für Schritt ist seitdem die Miete gestiegen. Im Jahr 2029, dem letzten vollen Jahr vor Auslaufen des Mietvertrages, müssen wir laut Prognose im Fondsprospekt fast 5,4 Mio Euro berappen, also über 450.000€ im Monat. Über 20 Jahre gerechnet kommen Mietzahlungen in Höhe von 87,6 Mio Euro zusammen),

unser Wasserwerkunsere Schulen (die PPP-Mieten für die Karl-Ziegler Schule, die Luisenschule und die Willy-Brandt Schule sind horrend).

Gelder verschwanden, versickerten, wurden verzockt. Die Verantwortung wurde nie übernommen, die Hauptverantwortlichen verloren nie ihre Posten, wurden noch befördert.
Und dann gab es immer wieder Bürger, die nicht aufgaben, die auf einmal dafür kämpften, dass unsere wunderbare Freilichtbühne genutzt wird. Deren Weg war steinig, unzählige Stunden an Arbeit wurden investiert. Heute gibt es die Regler, eine Bereicherung für diese Stadt, von Bürgern für Bürger.

Es gibt die Menschen, die sich für die alte Dreherei einsetzten. Deren Weg war nicht nur steinig, sie mussten gegen massiven Widerstand der sogenannten Verantwortlichen ankämpfen und organisierten und schufteten, freiwillig, ohne Bezahlung, Tag für Tag, jedes Wochenende. Die alte Dreherei ist heute eines der wenigen Highlights, die wir noch haben: von Bürgern für Bürger.

Davon gibt es viele Projekte, sie alle verdienen unseren höchsten Respekt. Und sie funktionieren, solange die Zerstörer darauf keinen Zugriff haben.

Der Rest der Stadt ist desolat und die Bürger kämpfen für das, was selbstverständlich sein sollte:

Für ein Schwimmbad, für Schulen, für eine VHS in dem einzigartigen denkmalgeschützten Gebäude, das eigens dafür erbaut wurde und vom deutschen Architektur-Museum ausgezeichnet wurde. (Und wieder sollen Millionen für Miete zum Fenster rausgeworfen werden, alleine 699.000€ im Jahre 2020.)

Hier kämpft eine Gruppe und da kämpft eine Gruppe. Und diejenigen, die dieses ganze Schlamassel angerichtet haben, persönlich oder durch ihre Partei - egal welcher Couleur - haben nichts anderes im Sinn, als all diese Bürger auch noch aufeinanderzuhetzen. Sie missbrauchen sogar die Arbeitskraft der Angestellten in der Stadtverwaltung, damit diese sich einseitig äußern.

Das ist so unglaublich perfide, das man sich eigentlich gar nicht traut, es jemandem zu erzählen

Gemeinsam sollten wir Bürger uns vors Rathaus stellen und solange dort verweilen, bis endlich diesem Flechtspiel von Seilschaften und Kumpanei, von Karnevalsvereinen und Vetternwirtschaft, von Parteienstaat und Pöstchenschieberei ein Ende gemacht wird und dieser Privatisierungsorgie ein Ende gesetzt wird.

Wo leben wir also? ... Da leben wir!

PS: Wenn es eine Veranstaltung von Bürgern für Bürger gibt, in einem Gebäude, dass Bürger für Bürger herrichten, dann wäre es die Aufgabe eines verantwortungsbewussten Bürgermeisters sich kurz einmal dort blicken zu lassen, denn er ist der B Ü R G E R meister.

Autor:

Kirsten Grunau aus Mülheim an der Ruhr

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