7144 Bürger suchten 2017 Rat in der Verbraucherzentrale

7144 Mülheimer haben im vergangenen Jahr in der Verbraucherzentrale an der Leineweberstraße Rat und Hilfe gesucht. Im Jahr davor waren es noch 8439 gewesen. „Dieser Rückgang ist damit zu erklären, dass sich immer mehr Verbrauch über unsere Internetseite www.verbraucherzentrale.nrw.de informieren“, erklärt die Leiterin der örtlichen Verbraucherzentrale Christiane Lersch. 3144 entsprechende Internet-Zugriffe aus Mülheim gab es 2017

Lersch und ihre Kollegin Gudrun Schäfer hatten es 2017 vor allem mit Fragen rund um Telekommunikationsdienstleistungen zu tun. Dieser Bereich nahm 27 Prozent ihrer Arbeitszeit in Anspruch, gefolgt von den Themen Finanzen (16 Prozent), Dienstleistungen (15 Prozent), Konsum güter und Energie (7 Prozent).

Einige Beispiele aus der Beratungspraxis: Insbesondere Zuwanderer und Flüchtlinge mit geringen Deutschkenntnissen wurden mit Telekommunikationsverträgen über den Tisch gezogen, deren schriftlich fixierte Konditionen nicht dem entsprachen, was mündlich zwischen dem Verkäufer und den Kunden besprochen worden war.

Für Ärger sorgten auch Drücker, die bei Haustürgeschäften Kunden, unter dem Vorwand einer technischen Überprüfung überteuerte Telekommunikations,- Kabel-TV- und Stromverträge aufschwatzten.

Aktuell bleiben auch Lerschs und Schäfers Rat vor dem mobilen Surfen im Internet eine Drittanbietersperre einrichten zu lassen und die eigene Mobilfunkrechnung sorgfältig zu überprüfen, um teure Abo-Gebühren für ungewollte und überteuerte Internetdienstleistungen zu vermeiden oder rückgängig zu machen.
Den Kopf schüttelt Lersch auch über den Verkauf sogenannter Prepaid-Kreditkarten, die ihren Käufern den falschen Eindruck vermitteln, so zu Sofortkrediten von bis zu 7777 Euro zu kommen.

Geldschneiderrei ist nicht selten auch bei vermeintlich kostenlosen App-Spielen der Kasus Knacksus, weil die meist jugendlichen Nutzer von den App-Betreibern zu anderen, überteuerten App-Spielen verleitet werden.

Hören- und Sehen verging auch den Verbrauchen, die von vermeintlichen Anrufern in Abwesenheit dazu verleitet wurden, sie unter teuren Auslandsanschlüssen in Liberia oder in der Ukraine zurückzurufen. Apropos mobiles Anrufen und Surfen im Ausland. Lersch und Schäfer weisen darauf hin, dass die Roaming-Aufschläge nur in den Staaten der Europäischen Union abgeschafft worden sind, während sie in Nicht-EU-Staaten, wie Norwegen, Schweiz und Türkei, aber auch bei Flügen oder Kreuzfahrten auf hoher See weiterhin erhoben werden.

Allein 961 Mal waren die Verbraucherschützerinnen 2017 in Sachen Verbraucheraufklärung unterwegs. Vor allem ihre Projekte Get in und Durchblick, in dessen sie Schülern, Jugendlichen, Zuwanderern und Flüchtlingen Wirtschats,- Finanz- und Rechtsgrundwissen für den Verbraucheralltag vermitteln, kommen bei den Zielgruppen gut an. Mehr zum Thema, findet man unter  0208/696053-01, unter www.verbraucherzentrale.nrw.de sowie per Mail an: muelheim@verbraucherzntrale.nrw.deThomas Emons

Autor:

Thomas Emons aus Mülheim an der Ruhr

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