Ernährungsberatung Zucker im EKM Mülheim
Der Nächste, bitte!

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Aus der Praxis des Evangelischen Krankenhauses. Heute: Zucker und Ernährung. Die Idee ist einfach: Melanie U. verzichtet auf Zucker, um abzunehmen und sich gesünder zu ernähren. Die 40-Jährige hat in vielen Magazinen gelesen, dass Zucker schädlich ist – also verbannt sie ihn aus ihrer Küche.

Es fällt ihr gar nicht schwer: Ihr Müsli süßt sie nun mit Honig, ihren Kuchen backt sie mit Kokosblütenzucker und in ihren Joghurt gibt sie Agavendicksaft. Doch Melanie U. nimmt einfach nicht ab. Lisa Nitsch, zertifizierte Ernährungsberaterin des Gesundheitszentrums Physalis im Evangelischen Krankenhaus Mülheim (EKM), erkennt an diesem Verhalten gleich zwei Probleme.
„Zum einen gehört zum Abnehmen mehr als nur der Verzicht auf Zucker“, sagt sie. „Denn neben einer Umstellung der Ernährung gehört auch regelmäßige Bewegung dazu.“
Zum anderen denkt man bei Honig, Kokosblütenzucker und Agavendicksaft zwar nicht direkt an den raffinierten Zucker (Saccharose), dennoch sind diese Alternativen süßende Lebensmittel, die unter den Begriff Zucker fallen. Zucker nehmen wir in verschiedenen Formen zu uns: z. B. als Fruchtzucker oder Milchzucker, als Glukosesirup, Isoglukose, Gerstenmalz, Maltose oder Fruchtextrakt.

Zucker hat viele Namen

„Egal in welcher Form Zucker aufgenommen wird, am Ende kommt im Blut alles in den gleichen Bausteinen, als Einfachzucker, Monosaccharide genannt, an“, sagt Lisa Nitsch.
Eine Ausnahme stellen Süßstoffe dar, unter anderem Acesulfam-K, Aspartam, Saccharin oder Cyclamat. Sie liefern dem Körper keine Kalorien und lassen den Blutzucker nicht ansteigen, weshalb sie für Diabetiker gut geeignet sind.
Dennoch sollten auch Süßstoffe in Maßen eingesetzt werden. „Denn sie prägen unseren Geschmackssinn und sorgen dafür, dass wir immer süßer essen möchten“, sagt Lisa Nitsch. Melanie U.s Idee, Zucker zu reduzieren, ist gut, denn Zucker sollte nur in Maßen verzehrt werden.

Diabetes ist eine häufige Krankheit

„Zu viel fördert z. B. die Entstehung von Übergewicht und Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2“, so Nitsch. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für durchschnittliche Erwachsene nicht mehr als 50 Gramm freien Zucker pro Tag, das sind etwa zehn Teelöffel. Unter freie Zucker werden alle Zuckerarten verstanden, die Speisen und Getränken beigefügt werden, aber auch jener Zucker, der natürlich in Fruchtsäften, Honig, Sirup und Fruchtsaftkonzentraten vorkommt.
Ein herkömmlicher Fruchtjoghurt aus dem Supermarkt (150 g) enthält schon 20,5 g Zucker. Melanie U. sucht schließlich bei ihrem Hausarzt Rat, der ihr aufgrund ihres Übergewichts eine Ernährungsberatung empfiehlt. Als Ernährungsberaterin gibt Lisa Nitsch den Patienten individuelle Hilfestellungen und Unterstützung. Ernährungsprotokolle helfen beispielsweise dabei, das eigene Essverhalten zu überprüfen. „Oft geht es auch darum, Routinen aufzubrechen“, sagt Nitsch. Melanie U. schafft es mit dieser Begleitung, ihre Ernährung umzustellen und ihr Gewicht zu reduzieren. Beim Einkaufen wird oft nicht auf den Zuckergehalt geachtet. In der Physalis werden ambulante Ernährungsberatungen angeboten. Mehr Informationen dazu gibt Lisa Nitsch, Ernährungsberaterin der Physalis, Tel. 309-4620. Info-Box Lisa Nitsch. Foto: EKM

Lisa Nitsch berät in der Physalis im EKM.
Autor:

Heike Marie Westhofen aus Mülheim an der Ruhr

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